Bachelorarbeit, 2016
31 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Angrenzende Forschungen
3. Linguistischer Aspekte der Aufgabenschwierigkeit
3.1. Die Konsonantenverdopplung
4. Kognitiver Aspekt der Aufgabenschwierigkeit
4.1. Beteiligte kognitive Prozesse
4.2. Explizierungsstufen der Aufgabenstellung
5. Fragestellungen und Hypothesen
6. Empirische Untersuchung
6.1. Aufgabenkonstruktion- und variation
6.2. Planung, Durchführung und Einsatz der Lernaufgaben
7. Befunde
7.1. Variation in der linguistischen Schwierigkeit
7.2. Variation der Explizierungsstufen der Aufgabenstellung
7.3. Variation der kognitiven Prozesse
7.4. Vergleich zwischen der dritten und vierten Klassenstufe
8. Interpretation der Daten mit Blick auf die Hypothesen
9. Schlussfolgerungen
10. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, ob die Schwierigkeit von Lernaufgaben im Bereich des Schriftspracherwerbs durch die systematische Variation kognitiver Dimensionen und der Explizierungsstufen der Aufgabenstellung bewusst gesteuert und angepasst werden kann, um eine individuelle Förderung der Schüler zu ermöglichen.
1. Einleitung
In dieser Arbeit geht es um die Untersuchung von Merkmalen der Aufgabenschwierigkeit von Lernaufgaben. Dabei steht im Zentrum die Frage, ob es möglich ist, durch die systematische Variation von bestimmten Merkmalen die Schwierigkeit von Lernaufgaben bewusst zu verändern. Zudem wird betrachtet, in welchem Maße jene Veränderungen stattfinden. Diese Forschung ist aufbauend, auf die der Studenten der vorherigen Semester, die bereits untersuchten, ob die Schwierigkeit einer Aufgabe mithilfe bestimmter Merkmale eingeschätzt werden kann. Mittels unserer Studie soll der Unterricht in den Schulen revolutioniert werden, da mit der Methode des Variierens der Aufgabenschwierigkeit die individuelle Lernvoraussetzung der Schüler besser beachtet werden kann.
Bei der Untersuchung geht es um das Betrachten von Lernaufgaben. Diese unterscheiden sich von Leistungsaufgaben hinsichtlich ihres Ziels und der Situation, in der die Schüler sie bewältigen sollen. Das Ziel von Lernaufgaben ist es, „Neues zu lernen, Wissenslücken zu schließen oder unklar Gebliebenes besser zu verstehen“, wobei Fehler als Erkenntnismittel dienen. Die Aufgabenbewältigung findet dabei in entspannter Atmosphäre statt, um den Kindern ein intensives Lernen ohne Druck zu gewähren. (Köster & Lindauer, 2008, S. 152). Die Lernaufgaben gilt es nun in dem Maß konkret zu variieren, dass sie auf das individuelle Leistungsniveau des jeweiligen Schülers angepasst sind. Diese Variation möchten wir mit der Ermittlung schwierigkeitsbestimmender Merkmale kognitiver Aspekte ermöglichen.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Intention der Arbeit, durch gezielte Variation von Aufgabenmerkmalen eine individuell anpassbare Lernschwierigkeit zu erreichen.
2. Angrenzende Forschungen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Aufgabenmerkmalen und kognitiven Lernzieltaxonomien.
3. Linguistischer Aspekte der Aufgabenschwierigkeit: Hier werden linguistische Grundlagen beleuchtet, wobei der Fokus insbesondere auf dem Phänomen der Konsonantenverdopplung liegt.
4. Kognitiver Aspekt der Aufgabenschwierigkeit: Das Kapitel definiert die kognitiven Prozesse sowie die Explizierungsstufen, die als Basis für die Schwierigkeitsvariation dienen.
5. Fragestellungen und Hypothesen: Die zentralen Forschungsfragen und die daraus abgeleiteten Hypothesen zur Variation von kognitiven Prozessen und Explizierungsstufen werden formuliert.
6. Empirische Untersuchung: Die methodische Umsetzung der Aufgabenkonstruktion sowie die Durchführung der Studie mit Grundschülern werden beschrieben.
7. Befunde: Darstellung der Ergebnisse zur linguistischen Schwierigkeit, den Explizierungsstufen, den kognitiven Prozessen und dem Klassenstufenvergleich.
8. Interpretation der Daten mit Blick auf die Hypothesen: Eine detaillierte Auswertung und Diskussion der empirischen Daten hinsichtlich der aufgestellten Hypothesen.
9. Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Limitationen der Studie sowie Möglichkeiten für weitere Untersuchungen.
10. Literaturverzeichnis: Auflistung der im Rahmen der Arbeit verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.
Lernaufgaben, Aufgabenschwierigkeit, Schriftspracherwerb, Konsonantenverdopplung, kognitive Prozesse, Explizierungsstufen, individuelle Förderung, Grundschule, Rechtschreibstrategien, empirische Studie, Aufgabenvariation, Bloom, Lernzieltaxonomie, Klassenvergleich, Kompetenzentwicklung
Die Arbeit untersucht, wie Lernaufgaben im Fach Deutsch (Schriftspracherwerb) so modifiziert werden können, dass ihre Schwierigkeit durch gezielte Variationen bewusst an das Leistungsniveau von Grundschülern angepasst wird.
Die zentralen Themen sind die linguistische Schwierigkeit (insbesondere Konsonantenverdopplung), die kognitiven Anforderungen an Lernende sowie die Gestaltung von Aufgabenstellungen hinsichtlich ihrer Explizierungsstufen.
Die Forschungsfrage lautet, ob eine systematische Veränderung kognitiver Dimensionen und der Explizierungsstufen die Schwierigkeit von Lernaufgaben messbar beeinflusst, um eine passgenaue Förderung zu gewährleisten.
Die Autorin stützt sich auf eine empirische Untersuchung, in der Lernaufgaben systematisch variiert und an Dritt- und Viertklässler ausgegeben wurden, um Fehlerquoten und Erfolgskriterien zu vergleichen.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen zu kognitiven Prozessen und Aufgabenmerkmalen erörtert, gefolgt von der Konstruktion der Lernaufgaben und der statistischen Auswertung der erzielten Ergebnisse.
Schlüsselbegriffe sind Lernaufgaben, kognitive Prozesse, Explizierungsstufen, Schriftspracherwerb, Aufgabenvariation und individuelle Förderung.
Sie dient als exemplarisches linguistisches Phänomen der deutschen Rechtschreibung, an dem die Schwierigkeitsgrade der Lernaufgaben methodisch geprüft werden konnten.
Nein, die Ergebnisse bestätigen nicht die erwartete Hierarchie, wonach Aufgaben, die Problemlösen erfordern, systematisch schwieriger sind als Aufgaben, die auf Reproduktion basieren.
Wie erwartet, zeigten die Viertklässler eine insgesamt höhere Trefferquote beim richtigen Schreiben der Wörter als die Drittklässler, was auf die längere Übungszeit und Reifeentwicklung zurückgeführt wird.
Die Autorin identifiziert die zeitliche Begrenzung bei der Durchführung und die Subjektivität bei der Bewertung der Rechtschreibleistungen als wesentliche Limitationen ihrer Studie.
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