Examensarbeit, 2005
83 Seiten, Note: sehr gut
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Übergangsproblematik Kindergarten - Grundschule und der Frage nach gezielten Fördermöglichkeiten zur Sprachentwicklung im frühen Kindesalter. Im Mittelpunkt steht die Analyse des Konzepts der neuen Schuleingangsstufe nach Dr. Karlheinz Burk und der Lehr- und Lernmethodik „Lesen durch Schreiben“ nach Dr. Jürgen Reichen hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit, Effizienz und Auswirkung auf die Sprachentwicklung von Kindern im Übergang vom Vorschulischen zum Schulischen Arbeiten. Die Arbeit beleuchtet den Begriff „Schulfähigkeit“ in seiner Entwicklung und untersucht diagnostische Möglichkeiten als Voraussetzung für erfolgreiche Fördermaßnahmen.
Die Einleitung behandelt die aktuelle Debatte um Bildung in Deutschland im Kontext der PISA-Studien und betont die Bedeutung von Sprach- und Lesekompetenz für den Schulerfolg. Kapitel 2 beleuchtet den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule als eine Entwicklungsaufgabe und analysiert den Begriff "Schulfähigkeit" sowie verschiedene Ansätze der Schuleingangsdiagnostik. Kapitel 3 widmet sich der neuen Schuleingangsstufe und der gesetzlichen Neuregelung zur Sprachstandserhebung. Kapitel 4 beschäftigt sich mit Sprach- und Lesekompetenz, wobei die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für den Schriftspracherwerb hervorgehoben wird. Kapitel 5 beschreibt verschiedene Fördermaßnahmen zur Entwicklung der gesprochenen Sprache, darunter das kanadische Sprachentwicklungskonzept „Learning Language and Loving it“, Vorlaufkurse in Deutschland und Hessen, sowie Sprachförderung in der Vorklasse.
Schulfähigkeit, Schuleingangsstufe, Sprachkompetenz, Lesekompetenz, Sprachstandserhebung, Sprachförderung, Lesen durch Schreiben, Kindergarten-Grundschule-Übergang, PISA-Studien, Didaktik, Methodik.
Die neue Schuleingangsstufe ist ein pädagogisches Konzept zur flexiblen Gestaltung des Schulanfangs, das besonders die individuelle Sprachentwicklung und Schulfähigkeit fördert.
Dieses von Dr. Jürgen Reichen entwickelte Modell ermöglicht Kindern den Schriftspracherwerb durch eigenständiges Schreiben von Wörtern mithilfe einer Anlauttabelle.
Der Fokus verschob sich von einer rein biologischen „Schulreife“ hin zu einer entwicklungspsychologisch orientierten „Schulfähigkeit“, die auch das soziale Umfeld einbezieht.
Sie dienen dazu, Förderbedarf – insbesondere bei Migrantenkindern – frühzeitig zu erkennen, um einen erfolgreichen Schulstart zu ermöglichen.
Es ist die Fähigkeit, die lautliche Struktur der Sprache zu erkennen (z. B. Reime, Silben), was eine grundlegende Voraussetzung für das Lesen- und Schreibenlernen ist.
Die PISA-Ergebnisse verdeutlichten die starke Kopplung von Schulerfolg und sozialer Herkunft, was zu verstärkten Bemühungen um Chancengleichheit und frühe Sprachförderung führte.
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