Masterarbeit, 2019
91 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Auswirkungen digitaler Medien auf die Umwelt
2.1. Ökologischer Fußabdruck
2.2. Materialvielfalt
2.3. Lebenszyklus mobiler Geräte
2.3.1. Rohstoffgewinnung
2.3.2. Produktionsprozess
2.3.3. Nutzungsphase
2.3.4. Entsorgung
3. Digitalisierung in der Bildung
3.1. Lerntheorien und Lernmedien
3.2. Digitale Medien und Lernerfolg
3.2.1. Studien
3.2.2. Erklärungsversuche
3.3. Bildungspolitik
3.3.1. Bildungsauftrag
3.2.2. Internationaler Druck
3.3.3. Digital Pakt #D
3.4. Nutzung mobiler Lernmedien im Unterricht: Visionen und Kritik
3.5. Digitale Bildung: ein Konjunkturpaket
4. Nachhaltiger Einsatz von mobilen Lernmedien in den Schulen
4.1. Kosten und ökologische Fußabdrücke
4.1.1. Anzahl der benötigten Geräte
4.1.2. Vergleich zu Papier
4.1.3. Stromverbrauch und ökologische Folgen des digitalen Unterrichts
4.1.4. Amortisationszeit
4.1.5. Lebensdauer und Bedarf nach Neuanschaffungen
4.2. Systemfehler
4.3. Oxymoron: BNE und digitale Schule
4.4 Digitale Schule – Perspektive auf die Lebenswelt
5. Handlungsempfehlungen
5.1. Schulische Aufgabenbereiche
5.2. Außerschulische Aufgabenbereiche
6. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht kritisch die ökologischen Auswirkungen des zunehmenden Einsatzes digitaler und mobiler Medien in deutschen Schulen. Das primäre Ziel ist es, den Zielkonflikt zwischen dem technologischen Bildungsauftrag und der ökologischen Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung aufzuzeigen sowie Handlungswege für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Technik im Bildungskontext zu erarbeiten.
2.3.1. Rohstoffgewinnung
Die Rohstoffgewinnung für mobile Endgeräte ist energieintensiv. Wird der Lebenszyklus eines Mobiltelefons betrachtet, zeigt sich, dass während der Rohstoffgewinnung der höchste Ressourcenverbrauch stattfindet (47 %). Außerdem bringt der Ressourcenabbau Umweltschäden sowie viele soziale Missstände mit sich.
Der Rohstoffabbau fordert erhebliche Eingriffe in die Natur, die wiederum Folgen für die biologische Vielfalt haben. Das Schema „Materialinput pro Serviceeinheit“ (MIPS) erlaubt es dem Betrachter zwar nachzuvollziehen, wie viel Natur für jeden einzelnen Bestandteil des Endproduktes bewegt wurde, und lässt eine grobe Einschätzung zu, wie aufwendig die Produktion des jeweiligen Produktes ist, jedoch lässt dieses Schema keinen Rückschluss auf die Umwelteinflüsse zu.
Aufgrund des Rohstoffabbaus entstehen zusätzliche Umweltbelastungen durch Emissionen von Schadstoffen in Wasser, Boden und Luft sowohl in den Minen als auch durch die Ablagerung von Bergbauabfällen. Im Prozess der Erzgewinnung werden eine Reihe an verschiedenen physikalischen und chemischen Prozessen durchlaufen. Fast immer werden dazu toxische Chemikalien eingesetzt, welche sich auf die Umwelt auswirken. Häufig werden hierfür Substanzen wie Quecksilber oder Zyanid eingesetzt, um das Erz aus der Erde zu trennen. Dies belastet wiederum nicht nur das Ökosystem, sondern auch Arbeiter und die umliegende Bevölkerung, deren Lebensgrundlage und Gesundheit durch diese Umstände bedroht sind. Trinkwasser wird verschmutzt und ist folglich nicht trinkbar, Ackerböden werden unbrauchbar und zahlreiche chronische Krankheiten treten auf.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das wachsende gesellschaftliche Interesse an nachhaltigem Konsum und stellt fest, dass dieser Wandel bei der rasanten Digitalisierung im Bildungssektor bisher kaum Berücksichtigung findet.
2. Auswirkungen digitaler Medien auf die Umwelt: Dieses Kapitel erläutert den ökologischen Rucksack mobiler Endgeräte anhand ihres Lebenszyklus von der Rohstoffgewinnung bis zur problematischen Entsorgung.
3. Digitalisierung in der Bildung: Es erfolgt eine kritische Betrachtung digitaler Medien im Unterricht, wobei lerntheoretische Grundlagen, aktuelle Studien zum Lernerfolg sowie bildungspolitische Maßnahmen wie der Digitalpakt diskutiert werden.
4. Nachhaltiger Einsatz von mobilen Lernmedien in den Schulen: Das Kapitel führt die vorangegangenen Forschungsstränge zusammen und bewertet den flächendeckenden Einsatz mobiler Medien in Schulen aus einer rein ökologischen Perspektive.
5. Handlungsempfehlungen: Hier werden konkrete Maßnahmen für den schulischen und außerschulischen Bereich vorgeschlagen, um einen ökologisch nachhaltigeren Umgang mit digitaler Technik zu fördern.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass digitale Bildung derzeit ökologisch bedenklich ist und nur unter strengen didaktischen und strukturellen Voraussetzungen verantwortbar wäre.
Digitale Bildung, Nachhaltigkeit, Ökologischer Fußabdruck, Mobile Lernmedien, Digitalpakt, MIPS-Konzept, Lebenszyklus, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienkompetenz, Elektroschrott, Ressourceneffizienz, Lernmedien, Umweltbelastung, Schulentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Zielkonflikt zwischen der fortschreitenden Digitalisierung an deutschen Schulen und dem Anspruch auf ökologische Nachhaltigkeit angesichts der Umweltbelastungen, die durch Produktion und Nutzung digitaler Endgeräte entstehen.
Zentrale Themenfelder sind die ökologischen Auswirkungen des gesamten Lebenszyklus mobiler Geräte, die kritische Analyse von Studien zum Lernerfolg mit digitalen Medien sowie die bildungspolitischen Initiativen zur Digitalisierung.
Ziel ist es aufzuzeigen, dass mobile Lernmedien und digitalisierte Bildung langfristig negative Folgen für die Umwelt haben, und zu diskutieren, wie ein ökologisch nachhaltigerer Einsatz in der Schule gestaltet werden könnte.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Zusammenführung verschiedener Forschungsstränge sowie der Anwendung des MIPS-Konzepts (Materialinput pro Serviceeinheit) zur ökologischen Bewertung technischer Produkte.
Der Hauptteil behandelt die ökologischen Kosten technischer Geräte, die lerntheoretische und bildungspolitische Einordnung digitaler Bildung sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Schulpraxis.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, ökologischer Fußabdruck, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Elektroschrott charakterisiert.
Sollbruchstellen in mobilen Geräten verkürzen deren Lebensdauer erheblich und führen zu einem schnelleren Neukaufbedarf, was die ökologische Bilanz der Geräte aufgrund der ressourcenintensiven Herstellung massiv verschlechtert.
Die Arbeit hinterfragt Stiftungen kritisch, da diese durch die Vergabe von Studien und Lobbyarbeit ein Agenda-Setting betreiben, das Wirtschaftsinteressen am digitalen Bildungsmarkt mit den Zielen des staatlichen Bildungssystems verknüpft.
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