Examensarbeit, 2005
118 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das Begriffsfeld Humor
2.1 Historischer Überblick über die Entwicklung des Humorbegriffs
2.2 Humor in seiner engeren Bedeutung – Versuch einer Definition
2.3 Formen von Humor – sinnverwandte Begriffe
2.3.1 Witz
2.3.2 Ironie und andere Formen des „Schwarzen Humors“
2.3.3 Humor und Lachen
2.3.4 Humor und Freude
2.4 Positive Funktionen von Humor
2.4.1 Humor und seine Bedeutung für die soziale Kommunikation
2.4.2 Humor und sein Einfluss auf die Gesundheit
2.5 Funktionen von Humor kritisch betrachtet
2.6 Zusammenfassung
3. Humor in der Kindheit
3.1 Entwicklungsstufen des Humors
3.1.1 Die Anfänge des Humors: Lachen und Lächeln des Säuglings
3.1.2 Humor im zweiten und dritten Lebensjahr
3.1.3 Humor im (dritten/) vierten bis sechsten Lebensjahr
3.1.4 Humor bei Kindern zwischen sieben und zwölf Jahren
3.2 Zum Humor erziehen – humoral fördern
3.3 Geschlechterunterschiede
3.3.1 Humor der Jungen
3.3.2 Humor der Mädchen
3.4 Humorale Motive
3.5 Zusammenfassung
4. Humor in Schule und Unterricht
4.1 Humor – eine pädagogische Rarität
4.2 Positive Auswirkungen des Humors
4.2.1 Etwas Kritisches vorweg
4.2.2 Die Lehrerpersönlichkeit als entscheidender Faktor
4.2.3 Humor und seine Bedeutung für das soziale Klima
4.2.4 Der Einfluss von Humor auf ein angstfreies Lernklima
4.2.5 Humor, Aufmerksamkeit und Lernprozesse
4.2.6 Humor und Freude im Motivationsgeschehen
4.2.7 Positive Wirkungen auf Sprache und Kreativität des Kindes
4.2.8 Positive psychologische und physiologische Auswirkungen
4.3 Die Kehrseite des Humors
4.3.1 Die Quantität des Humors
4.3.2 Die Qualität des Humors
4.3.3 Negativer Humor im Unterricht
4.3.4 Der Lehrer im Umgang mit negativen und selbstabwertenden Schülerhumor
4.4 Hinweise für die pädagogische Praxis
4.4.1 Die Humorsensibilität der Lernenden
4.4.2 Humor und seine praktische Anwendung
4.4.3 „Clownstage“ in der Schule?
4.5 Zusammenfassung
5. Beobachtungen an der Grundschule
5.1 Auf der Suche nach Humor
5.1.1 Erster Versuch
5.1.2 Zweiter Versuch
5.1.3 Dritter Versuch
5.1.4 Vierter Versuch
5.1.5 Fünfter Versuch
5.1.6 Sechster Versuch
5.1.7 Siebter Versuch
5.1.8 Achter Versuch
5.1.9 Neunter Versuch
5.2 Ergebnisse
5.3 Zusammenfassung
6. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob und wie Humor im Unterricht der Grundschule zielgerichtet eingesetzt werden kann, um ein angstfreies Lern- und Lehrklima zu fördern, das soziale Miteinander zu verbessern und Lernleistungen durch positive Emotionen zu steigern.
2.2 Humor in seiner engeren Bedeutung – Versuch einer Definition
Es ist schwierig, ein so vielfältiges Phänomen wie Humor zu definieren. Die Schwierigkeit beim Versuch einer begrifflichen Klärung von Humor liegt darin, dass es bis heute keine einheitliche Verwendung für diesen gibt und er immer wieder mit anderen Konzepten aus dem Begriffsfeld der Komik gleichgesetzt wird. Außerdem mag es darin begründet sein, dass die Definition und Betrachtung des Humors auch immer eine kulturgeschichtliche sein wird (vgl. Rißland 2002, S. 19).
Rudolf Presber schreibt, „Humor ist, was man nicht hat, sobald man ihn definiert.“ (Rudolf Presber, zit. nach Gruntz-Stoll 2001, S. 18) Er fügt hinzu, dass man Humor nicht genau analysieren, konstruieren oder lehren könne (vgl. Seibert u.a. 1990, S. 55). Eine wohl wissentlich nicht ganz legitime Definitionsmöglichkeit versuchen Seibert u.a., indem sie aufzeigen, was Humor nicht ist, und dies anhand von besonders humorlosen Menschen beschreiben (vgl. ebd. 1990, S. 10ff).
Trotz meines vermeintlichen Humorverlustes versuche ich nun trotzdem, den Humor begrifflich zu erfassen:
Während meiner Recherche fand ich viele eher oberflächliche „Definitionen“ von Humor, die ich eher der Kategorie Aphorismen zuordnen würde. Hier einige Beispiele:
„Humor ist die Fähigkeit heiter zu bleiben, wenn es ernst wird.“ (Ernst Petzold, zit. nach Seibert, u.a., S. 10) Oder Wilhelm Busch`s Variante: „Humor ist die Lust zu lachen, wenn`s zum Weinen ist.“
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle des Humors in Erziehung und Bildung, stellt die zentrale Forschungsfrage nach dessen Nutzen für ein angstfreies Lernklima und beschreibt den Aufbau der Arbeit.
2. Das Begriffsfeld Humor: Dieses Kapitel klärt den Humorbegriff historisch und versucht eine Definition, wobei Humor als positive Lebenseinstellung von anderen Formen der Komik wie Witz oder Ironie abgegrenzt wird.
3. Humor in der Kindheit: Das Kapitel untersucht die Humorentwicklung des Kindes vom Säuglingsalter bis ins Schulalter, beleuchtet Geschlechterunterschiede und betrachtet humorale Motive von Kindern.
4. Humor in Schule und Unterricht: Hier werden die pädagogischen Auswirkungen des Humors analysiert, wobei sowohl positive Effekte auf Klima und Motivation als auch negative Risiken und der Umgang damit thematisiert werden.
5. Beobachtungen an der Grundschule: In diesem Kapitel werden empirische Beobachtungen aus verschiedenen Grundschulklassen ausgewertet, um die theoretischen Annahmen in der schulischen Praxis zu überprüfen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont, dass Humor ein essenzieller Bestandteil einer positiven pädagogischen Grundhaltung ist.
Humor, Grundschule, Humor im Unterricht, Lernklima, pädagogische Praxis, kindliche Entwicklung, Humorverständnis, Lehrerpersönlichkeit, Angstfreiheit, soziale Kommunikation, Motivation, Coping-Strategie, Humorlernen, Clownstage, Schulalltag
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und die Auswirkungen von Humor im Kontext der pädagogischen Arbeit, speziell an Grundschulen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Humor, der Humorentwicklung bei Kindern, den Auswirkungen von Humor auf das soziale Klima und die Lernprozesse sowie der Rolle der Lehrerpersönlichkeit.
Es wird erforscht, ob und wie Humor zielgerichtet eingesetzt werden kann, um ein angstfreies Lernumfeld zu fördern und Unterrichtsprobleme zu mildern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse theoretischer Grundlagen sowie einer qualitativen Beobachtungsstudie in verschiedenen Grundschulklassen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse der kindlichen Entwicklung, die Erörterung des Humoreinsatzes im Unterricht und eine praktische Beobachtungsphase.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Humor, pädagogische Grundhaltung, Lernklima, kindliche Entwicklung, Lehrerrolle und Lernmotivation.
Weil "schwarzer Humor" (z.B. Ironie, Spott, Sarkasmus) im pädagogischen Kontext meist verletzend wirkt und das Lernklima belastet, während positiver Humor als unterstützend und förderlich angesehen wird.
Der Lehrer als "Clown" dient als identifikationsstiftendes Vorbild, das hilft, die Schwere des Schulalltags aufzulockern und Schülern Sicherheit im Umgang mit Fehlern zu geben.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

