Examensarbeit, 2004
59 Seiten, Note: 2
1. Was ist handlungsorientierter Unterricht?
1. 1. Begriffsdefinitionen
1. 2. Merkmale des handlungsorientierten Unterrichts
1. 3. Unterrichtsorganisation
2. Begründung handlungsorientierten Unterrichts
2. 1. Sozialisationstheoretische Begründung
2. 2. Lern- und entwicklungspsychologische Grundlage
2. 3. Pädagogische Begründung
3. Grenzen des handlungsorientierten Unterrichts
4. Handlungssituationen im Unterricht
4. 1. Spielen und Lernen
4. 2. Erkunden und Erforschen
4. 3. Herstellen von Produkten
4. 4. Tätigsein und Verantworten
5. Planung von handlungsorientiertem Unterricht
5. 1. Vorbereitungsphase
5. 2. Einstiegsphase
5. 3. Erarbeitungsphase
5. 4. Auswertungsphase
6. Praktische Umsetzung handlungsorientierten Unterrichts in der Grundschule am Beispiel: „Verkleinerung des Müllberges in der Schule“
6. 1. Vorbereitungsphase
6. 2. Einstiegsphase
6. 3. Erarbeitungs- und Auswertungsphase
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts theoretisch fundiert darzustellen und durch ein konkretes Praxisbeispiel für die Grundschule zu illustrieren, um aufzuzeigen, wie dieses Modell zur Entwicklung von Schlüsselqualifikationen und einer handlungsbezogenen Leistungsfähigkeit beitragen kann.
1. 2. Merkmale des handlungsorientierten Unterrichts
Zwei der wichtigsten Merkmale des handlungsorientierten Unterrichts sind das Lernen mit allen Sinnen und die Ganzheitlichkeit. Bei dieser Unterrichtsform werden sehr viele Sinne aktiviert, das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit den Händen, Füßen, Augen, Ohren, Nase, Mund oder Zunge lernen. Der ganze Schüler soll in den Unterrichtsprozess mit einbezogen werden. Es wird versucht, Kopf- und Handarbeit der Schülerinnen und Schüler zu verbinden und beides gleichermaßen auszubalancieren. „Kopf- und Handarbeit der Schülerinnen und Schüler stehen im Lehr-Lern-Prozess in dynamischer Wechselwirkung zueinander.“ Theorie (geistiges Tun) und Praxis (körperliches Tun) wird verknüpft, die Theorie ergibt sich aus der Notwendigkeit der Praxis. Das bedeutet, dass die notwendigen Handlungen und die Ziele der Handlungen Sachinformationen und theoretisches Wissen liefern. Im Idealfall können Theorie und Praxis in der Schule ganzheitlich erlebt werden. Beispiele dafür sind das Drucken, das Brotbacken, das Spiel, Situationen in der Aktion, beim Fest oder im Projekt. Lebenswahrheiten und reale Gegebenheiten werden nicht mehr nur mitgeteilt, sondern sie werden handelnd erlebt und erfahren.
Weitere kennzeichnende Merkmale des handlungsorientierten Unterrichts sind auch die Selbstverantwortung, die methodische Kompetenz der Schülerinnen und Schüler und die Schülerinteressen. Der handlungsorientierte Unterricht befähigt die Schülerinnen und Schüler zur Selbstorganisation und Selbstverantwortung und ist selbsttätig und schüleraktiv. Die Schülerinnen und Schüler sollen möglichst viel selbst erkunden, erforschen, experimentieren, ausprobieren, entdecken, aufklären, erörtern, deuten und planen.
1. Was ist handlungsorientierter Unterricht?: Dieses Kapitel klärt die zentralen Begriffe und definiert den handlungsorientierten Unterricht als eine schüleraktive Unterrichtsform, die durch Ganzheitlichkeit und Alltagsbezug gekennzeichnet ist.
2. Begründung handlungsorientierten Unterrichts: Hier werden sozialisationstheoretische, lernpsychologische und pädagogische Argumente dargelegt, die zeigen, warum handlungsorientiertes Lernen für die heutige Schülerschaft essenziell ist.
3. Grenzen des handlungsorientierten Unterrichts: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Herausforderungen auseinander, wie etwa dem erhöhten Zeitaufwand, der komplexen Leistungsbewertung und dem Beibehalten notwendiger Fachsystematik.
4. Handlungssituationen im Unterricht: Es werden konkrete Einstiegsmöglichkeiten und Bausteine wie Spielen, Erkunden, Produkterstellung und Verantwortungsübernahme beschrieben, um das Prinzip im Schulalltag zu verankern.
5. Planung von handlungsorientiertem Unterricht: Dieses Kapitel erläutert das vierphasige Planungsmodell (Vorbereitung, Einstieg, Erarbeitung, Auswertung) unter Berücksichtigung von Lehrer- und Schülerinteressen.
6. Praktische Umsetzung handlungsorientierten Unterrichts in der Grundschule am Beispiel: „Verkleinerung des Müllberges in der Schule“: Das Kapitel veranschaulicht anhand eines konkreten Grundschulprojekts die praktische Anwendung der theoretischen Planungsschritte inklusive Erfolgskontrolle.
handlungsorientierter Unterricht, Schule, Lernpsychologie, Sozialisation, Schüleraktivierung, Ganzheitlichkeit, Selbstverantwortung, Projektarbeit, Freiarbeit, Kompetenzerwerb, Sachunterricht, Handlungsprodukt, Methodenkompetenz, Müllvermeidung, Grundschule.
Die Arbeit behandelt das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts, seine theoretische Herleitung, seine Vorzüge sowie die praktische Umsetzung im Grundschulunterricht.
Im Fokus stehen die Definition und Merkmale dieses Unterrichts, die Begründungen für seinen Einsatz, die didaktischen Grenzen sowie konkrete Planungs- und Durchführungsschritte.
Das Ziel ist es, Lehrkräften ein fundiertes Verständnis für Handlungsorientierung zu vermitteln und Wege aufzuzeigen, wie Schüler durch aktive Beteiligung und Handlungsprodukte nachhaltiger lernen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse didaktischer Modelle und pädagogischer Bildungspläne, ergänzt durch die konzeptionelle Darstellung eines Praxisbeispiels.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, die Diskussion von Grenzen, die Beschreibung von Handlungssituationen und ein konkretes Praxisbeispiel zur Müllvermeidung.
Kernbegriffe sind handlungsorientierter Unterricht, Ganzheitlichkeit, Schüleraktivierung, Selbstverantwortung und Kompetenzentwicklung.
Das Projekt „Verkleinerung des Müllberges“ zeigt konkret, wie Schüler durch Messungen, Plakaterstellung und Informationsarbeit von theoretischem Wissen zu handlungsorientierten Ergebnissen gelangen.
Die Öffnung der Schule (nach innen und außen) wird als notwendig erachtet, um schulische Lerninhalte mit der Lebenswirklichkeit der Kinder zu verknüpfen und authentische Lernanlässe zu schaffen.
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