Examensarbeit, 2006
81 Seiten, Note: 1,0
1. DIE XXX-SCHULE – EINE „FREIE“ SCHULE?
2. LERNEN UND LEISTUNG
2.1 Lernen in der Schule
2.2 Zur Diskussion um eine neue Lernkultur
2.3 Leistung in der Schule
2.4 Zur Diskussion um schulische Leistungsbewertung
3. LERNEN UND LEISTUNG AN DER XXX-SCHULE
3.1 Das Schulprofil
3.2 Ein Schultag in der XXX-Schule
3.3 Ursprünge einer besonderen pädagogischen Prägung
3.3.1 Gesellschaftskritik und antiautoritäre Bewegung
3.3.2 Antiautoritäre Vorbilder
3.3.3 Der Begriff der Selbstregulierung
3.4 Beziehungsstrukturen und Grundwerte
3.4.1 Enthierarchisierung und Geborgenheit
3.4.2 Demokratie – Aushandlungspraxis und Verantwortung
3.5 Besonderheiten der Lernorganisation
3.5.1 Der Lernraum als Basis eines Konzepts
3.5.2 Die Unterstufe: Unterricht als differenzierte Angebotsform
3.5.3 Die Oberstufe: Epochenunterricht
3.5.4 Altersheterogene Lerngruppen
3.6 Inhalte, Ziele und Formen des Lernens
3.6.1 Lerninhalte und -ziele
3.6.2 „Der Vorrang des Verstehens“
3.6.3 Wochenplanarbeit und Freiarbeit
3.6.4 Projektlernen
3.6.5 Lernen durch das freie Spiel
3.7 Der Umgang mit Leistung
3.8 Wirkungen eines libertären Lernens
4. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit untersucht das pädagogische Konzept der XXX-Schule, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen Freiheit, Selbstbestimmung und den Anforderungen an schulische Leistung. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie Lernen und Leisten in einer Schule gestaltet sein müssen, um ein Mehr an Entfaltungsmöglichkeiten zu gewähren, ohne dabei gesetzliche Vorgaben oder gesellschaftliche Anforderungen aus dem Blick zu verlieren.
3.2 Ein Schultag in der XXX-Schule
„Das Besondere der XXX-Schule [zeigt] ... sich in ihrer Atmosphäre“, so Krammling-Jöhrens.86 Aus diesem Grunde soll an dieser Stelle ein Einblick in eine Hospitationserfahrung an der Schule gewährt werden, wobei hier ausschließlich subjektive Eindrücke im Vordergrund stehen.
Wenn man als Besucher die XXX-Schule betritt, so tritt einem zunächst ein behagliches Bild entgegen. Die Schule ist klein, bunt und strahlt ein warmes und freundliches Klima aus. Was als nächstes auffällt, ist eine große Gelassenheit. Es ist 8 Uhr, aber die schrillende Schulglocke und die zur geschlossenen Klassentür hetzenden Lehrer und Schüler bleiben aus. Keine Hektik, es herrscht das Prinzip des offenen Anfangs. Die Lehrer sitzen zunächst bei einer Tasse Kaffee im Lehrerzimmer, Schüler kommen herein, zeigen ihre Kuscheltiere, fragen schon einmal bei Lehrer Wolfgang87 nach, was heute passieren wird oder tummeln sich bereits in den bunten Klassenräumen. Jeder scheint hier jeden gut zu kennen. Ich werde von Hannes88, dem Klassenlehrer der „Mambas“ mit den Worten begrüßt: „Heute ist ein etwas untypischer Tag – das wiederum ist aber sehr typisch.“ „Mambas“ ist der Name einer altersgemischten Lerngruppe in der Unterstufe, bestehend aus 21 sechs- bis zehnjährigen Kindern. Sobald der Kaffee geleert ist, geht es in Richtung Klassenraum. In den Gängen hängen große Plakate, auf denen die Lehrer Projekte anpreisen. Die Klassenräume sind nicht verschlossen. Einige Schüler bauen eine Eisenbahnlandschaft im Spielraum, auch draußen im Gras tobt eine kleine Gruppe. In dem farbenfrohen und etwas chaotischen Klassenraum treffen wir auf sechs Kinder.
1. DIE XXX-SCHULE – EINE „FREIE“ SCHULE?: Einführung in das Konzept der XXX-Schule als staatlich anerkannte Schule mit radikalen Wurzeln, die sich kritisch zur Regelschulrealität positioniert.
2. LERNEN UND LEISTUNG: Theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Lernen und Leistung sowie der aktuellen Debatte um neue Lernkulturen und Leistungsbewertung.
3. LERNEN UND LEISTUNG AN DER XXX-SCHULE: Detaillierte Darstellung der pädagogischen Praxis an der XXX-Schule, inklusive Organisationsformen, Beziehungsstrukturen und Lerninhalten.
4. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Diskussion des XXX-Konzepts im Kontext von Schulentwicklung und der Balance zwischen Freiheit und notwendiger Struktur.
XXX-Schule, Reformpädagogik, Freiheit, Selbstbestimmung, Alternativschule, Projektlernen, Wochenplanarbeit, Altersheterogenität, Leistungsbewertung, Schulentwicklung, Selbstregulierung, Bildungsauftrag, Individualisierung, Unterrichtsgestaltung.
Die Arbeit analysiert das pädagogische Konzept der XXX-Schule und untersucht, wie in diesem speziellen Modell ein selbstbestimmtes Lernen mit den Anforderungen an schulische Leistungen vereinbart wird.
Zu den Kernbereichen zählen die Gestaltung von Lernräumen, die Rolle der Lehrkraft als Lernberater, die Bedeutung von altersgemischten Lerngruppen sowie die Kritik am traditionellen Ziffernnotensystem.
Ziel ist es, die pädagogische Praxis der XXX-Schule zu beschreiben, deren Ursprünge in der antiautoritären Bewegung zu beleuchten und kritisch zu prüfen, welche Wirkungen dieses libertäre Lernverständnis auf die Schüler hat.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Hospitationserfahrungen, Austausch mit Lehrkräften sowie eine umfassende Auswertung schulpädagogischer Literatur und empirischer Studien.
Der Hauptteil widmet sich intensiv der Struktur der XXX-Schule, den Beziehungsstrukturen zwischen Lehrern und Schülern sowie den verschiedenen Lernformen wie Projektunterricht, Wochenplanarbeit und freiem Spiel.
Die wichtigsten Schlagworte sind XXX-Schule, Freiheit, Selbstregulierung, Reformpädagogik, Alternativschule und das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Struktur.
In der Unterstufe gibt es keine starr getakteten 45-Minuten-Stunden, sondern ein hohes Maß an Flexibilität, „Eigenzeit“ für Schüler und einen verbindlichen, aber individuell wählbaren Unterrichtsrahmen.
Die Schule verzichtet weitgehend auf Ziffernnoten und Selektion zugunsten individueller Lernberichte, die den Lernprozess und die persönliche Entwicklung des Kindes in den Mittelpunkt stellen.
Die Autorin weist darauf hin, dass der hohe Grad an Freiheit und die Verantwortung, die auf den Schülern lastet, bei einigen Kindern zur Überforderung und zu ineffektiven Lernprozessen führen kann.
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