Examensarbeit, 2005
151 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Lebensraum Schulhof. Notwendigkeit, Voraussetzungen und Möglichkeiten der Pausenhofgestaltung anhand des Dillinger Modells.
2.1. Historischer Überblick
2.1.1. Das Schulgebäude als Teil des Kirchenkomplexes
2.1.2. Die Pausen dienen der Erholung
2.1.3. Asphalt und Beton dominieren
2.1.4. Ein Umdenken setzt ein
2.2. Das Schulkind aus erziehungswissenschaftlicher Sicht
2.2.1. Bedeutung der Bewegung
2.2.2. Bedeutung des Spiels
2.2.3. Bedeutung der Kreativität
2.2.4. Bedeutung der Natur
2.2.5. Zusammenfassung
2.3. Anforderungen an einen kindgemäßen Pausenhof
2.3.1. Funktionen der Schulpause
2.3.2. Sicherheit auf dem Pausenhof
2.3.3. Nutzung des Schulhofes
2.4. Das Dillinger Modell
2.4.1. Das 100-Schulhöfe-Programm
2.4.2. Das Konzept
2.4.3. Der Projektplan
2.4.4. Zusammenfassung
2.5. Ergebnisse der Umgestaltung am Beispiel der Josef-Dosch-Grundschule Gauting
2.5.1. Die Gegebenheiten und die Vorgehensweise der Schule
2.5.2. Der Fragebogen und dessen Auswertung
2.5.3. Ergebnisse der Befragung
2.6. Zusammenfassung und Transfer
2.6.1. Inwieweit entspricht das Dillinger Modell dem derzeitigen Stand der Wissenschaft?
2.6.2. Ist das Dillinger Modell strikt durchführbar?
2.6.3. Welche Konsequenzen können andere Schulen aus den Erfahrungen in Gauting ziehen?
3. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit, Voraussetzungen und Möglichkeiten der Pausenhofgestaltung unter besonderer Berücksichtigung des sogenannten „Dillinger Modells“. Das primäre Ziel besteht darin, die erziehungswissenschaftlichen Anforderungen an einen kindgemäßen Pausenhof zu definieren, diese am Dillinger Modell zu spiegeln und durch eine Fallstudie an der Josef-Dosch-Grundschule in Gauting auf ihre praktische Umsetzbarkeit und Wirksamkeit hin zu bewerten.
2.2.1 Bedeutung der Bewegung
„Kinder bewegen sich, müssen und wollen sich bewegen, weil sie Kinder sind; sie greifen, sie krabbeln, sie springen und toben…So entwickeln sie sich und so lernen sie sich und ihren Körper, ihre Umwelt und ihre Mitmenschen kennen. Natur und Kultur, Lernen und Können, Gelegenes und Verbotenes, verborgene Wünsche und sichtbare Werke…, eben die ganze Welt erschließen sich Kinder durch Bewegung. Wer sich nicht bewegt, dem bleibt vieles verschlossen.“ (Ehni u.a. 1982, S. 5)
Treffender könnte man es wohl fast nicht ausdrücken, welche wichtige Rolle die Bewegung bei der Entwicklung des Kindes darstellt. Dass körperliche Aktivität auch die geistige Aktivität positiv beeinflusst, erkannten bereits namhafte Pädagogen der Vergangenheit. Rousseau rät in Emile:
„Wollt ihr also die Intelligenz eures Zöglings fördern, so fördert die Kräfte, die sie beherrschen muß (!). Trainiert ständig seinen Körper, macht ihn robust und gesund, damit er klug und vernünftig wird. Haltet ihn dauernd in Bewegung, laßt (!) ihn rennen, schreien, sich anstrengen und bestätigen, laßt (!) ihn durch Kraft ein Mensch sein, und bald wird er es durch die Vernunft sein.“ (Rousseau 1970, S. 261)
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Defizite vieler traditioneller Pausenhöfe und führt in die Thematik der kindgemäßen Gestaltung als Lebensraum ein.
2. Lebensraum Schulhof. Notwendigkeit, Voraussetzungen und Möglichkeiten der Pausenhofgestaltung anhand des Dillinger Modells.: Das Kernkapitel bietet einen historischen Überblick, theoretische Grundlagen der Erziehungswissenschaft sowie eine detaillierte Vorstellung des Dillinger Modells und dessen Evaluation an einer Beispielschule.
3. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die persönliche Erfahrung der Autorin sowie die Übertragbarkeit des Modells auf andere Bildungseinrichtungen.
Pausenhofgestaltung, Dillinger Modell, Grundschulpädagogik, Bewegungsdrang, Spieltheorie, Kreativitätsförderung, Umwelterziehung, Benutzerbeteiligung, Schulentwicklung, Josef-Dosch-Grundschule, Schulhofsicherheit, Raumgliederung, Naturerleben, Projektmanagement, Evaluation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Notwendigkeit und den praktischen Möglichkeiten, Schulhöfe von reinen, oft sterilen „Asphaltflächen“ in lebendige Lebensräume umzugestalten, die den Bedürfnissen von Grundschulkindern gerecht werden.
Die Arbeit fokussiert auf erziehungswissenschaftliche Aspekte wie die Bedeutung von Bewegung, Spiel, Kreativität und Naturerfahrung sowie auf die praktische Implementierung dieser Ziele durch das Dillinger Modell.
Das Hauptziel ist die Bewertung der Umgestaltung des Pausenhofs an der Josef-Dosch-Grundschule in Gauting, basierend auf dem Dillinger Modell, um die praktische Umsetzbarkeit wissenschaftlicher Konzepte zu prüfen.
Die Autorin führt eine empirische Untersuchung an der Josef-Dosch-Grundschule durch, bei der mittels Fragebögen Daten zur Nutzung, Akzeptanz und Zufriedenheit der Schüler mit den neu geschaffenen Bereichen erhoben und ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, erziehungswissenschaftliche Grundlagen, eine theoretische Anforderungsanalyse an den Pausenhof sowie die detaillierte Vorstellung des Dillinger Modells und der Projektergebnisse in Gauting.
Schlüsselbegriffe sind Benutzerbeteiligung, Natur-Erlebnis-Räume, pädagogische Schulentwicklung, Schulhofsicherheit und handlungsorientierte Umwelterziehung.
Das Modell setzt auf Raumgliederung und natürliche Modellierung, um Konflikte zu minimieren und Laufgeschwindigkeiten durch landschaftliche Strukturen zu regulieren, wodurch das Unfallrisiko laut Arbeit signifikant gesenkt werden kann.
Die Autorin stellt fest, dass das Dillinger Modell zwar sehr detailliert und hilfreich ist, aber im realen Schulalltag aufgrund unvorhersehbarer Hindernisse und begrenzter Ressourcen flexibel angepasst werden muss.
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