Diplomarbeit, 2006
108 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Die Grundschule und die Bedeutung der Lernmotivation
1.1 Bildungsauftrag der Grundschule
1.2 Bedingungsfaktoren der Schulleistung
1.3 Entwicklung der Lernmotivation im Grundschulalter
2. Das Grundschulkind
2.1 Entwicklungsstand und Schulfähigkeit
2.2 Entwicklungsaufgaben
2.3 Entwicklungsbedürfnisse
3. Lernen im Grundschulalter
3.1 Lernen
3.2 Lernformen
3.3 Gedächtnis
3.4 Bedeutung des Spiels für das Lernen in der Grundschule
3.4.1 Merkmale und Formen des Spiels
3.4.2 Spiel als Erholung
3.4.3 Spiel im Unterricht
4. Bedingungsfaktoren der Lernmotivation
4.1 Motivation und Motiv
4.2 Lernmotivation
4.3 Intrinsische und extrinsische Lernmotivation
4.3.1 Bedeutung der intrinsischen Motivation für das Lernen
4.3.2 Funktion der extrinsischen Motivation für schulisches Lernen
4.3.3 Selbstbestimmungstheorie der Motivation
4.4 Neugiermotivation und Interesse
4.4.1 Neugiermotiv
4.4.2 Interesse
4.4.3 Entwicklung von Interessen
4.4.4 Bedeutung von Interessen für das schulische Lernen
4.5 Leistungsmotivation
4.5.1 Risikowahlmodell
4.5.2 Attributionen
4.6 Das schulische Selbstkonzept
4.6.1 Veränderung des Selbstkonzeptes im Grundschulalter
4.6.2 Auswirkungen eines negativen Selbstkonzeptes
4.6.3 Einfluss des Lehrerverhaltens auf das schulische Selbstkonzept
4.7 Zusammenhang von Emotion und Motivation
5. Familie und Lernmotivation
5.1 Einfluss der Eltern auf die motivationale Entwicklung
5.2 Eltern-Kind-Bindung
5.3 Das intellektuelle Klima in der Familie
5.4 Erziehungsverhalten
5.5 Bedeutung für die Schule
6. Schule und Lernmotivation
6.1 Unterrichtsgestaltung
6.2 Soziale Situation und Unterrichtsklima
6.3 Differenzierung
6.4 Leistungsbewertung
6.5 Verstärker
6.6 Wettbewerbssituationen
6.7 Offene Unterrichtsformen
7. Schlussbemerkung
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die komplexen Bedingungsfaktoren der Lernmotivation im Grundschulalter. Das Ziel der Arbeit ist es, herauszuarbeiten, wie die Lernfreude und Lernmotivation von Kindern erhalten und gefördert werden können, um eine Grundlage für lebenslanges Lernen zu schaffen. Dabei werden sowohl personale als auch situative Faktoren sowie der Einfluss von Familie und Schule analysiert.
3.4 Bedeutung des Spiels für das Lernen in der Grundschule
Das Spiel stellt bis zum Schuleintritt des Kindes einen bedeutenden Motor seiner Entwicklung dar. Spielen fördert die Lebensfreude, Flexibilität und Kreativität ebenso, wie die Fähigkeit zum Umgang mit anderen Menschen. Im Spiel erschließt sich das Kind die Umwelt. Sie wird selbst zum Spielgegenstand und ist so leichter durchschaubar, verstehbar und veränderbar.
Sinhart (1982) nennt das Spiel ein „Medium des Lernens“, wobei der Spielende keine Lernanstrengungen empfindet und die geforderten Kräfte freiwillig und mit großer intrinsischer Motivation entfaltet, anwendet, einübt und letztlich auch verändert. So entwickelt das Kind je nach Spielform seine kognitiven, seelischen, kreativen, motorischen, personalen und selbststeuernden Kräfte in unterschiedlichem Maße, was der umfassenden Persönlichkeitswerdung dient. (Walter, 2000, S. 218)
In diesen Möglichkeiten der spielerischen Aneignung der Welt liegen die Gründe für eine notwendige Integration des Spiels als lebensbegleitendes Phänomen in die Grundschule. Als Lebens- und Bildungsraum kann sie diese bedeutsame Lernform nicht unberücksichtigt lassen und muss sie zur Erfüllung ihres Bildungsauftrages mit dem nun beginnenden angeleiteten Lernen verknüpfen. Dabei muss Klarheit darüber herrschen, welche Funktion das kindliche Spiel erfüllt und welche Möglichkeiten und Grenzen sich daraus für das Lernen in der Schule ergeben.
1. Die Grundschule und die Bedeutung der Lernmotivation: Analyse des Bildungsauftrags, der Bedingungsfaktoren der Schulleistung und der Entwicklung der Lernmotivation im Grundschulalter.
2. Das Grundschulkind: Untersuchung des kindlichen Entwicklungsstands, der Anforderungen durch Entwicklungsaufgaben und der grundlegenden Entwicklungsbedürfnisse.
3. Lernen im Grundschulalter: Erläuterung verschiedener Lernarten sowie der Bedeutung des Spiels als ursprüngliche Form kindlichen Lernens im schulischen Kontext.
4. Bedingungsfaktoren der Lernmotivation: Detaillierte Betrachtung von Motiven, Lernmotivation, intrinsischen und extrinsischen Faktoren, Neugier, Interessen, Leistungsmotivation und des schulischen Selbstkonzepts.
5. Familie und Lernmotivation: Analyse des Einflusses familiärer Sozialisationsbedingungen, des intellektuellen Klimas und des elterlichen Erziehungsverhaltens auf die Lernmotivation.
6. Schule und Lernmotivation: Diskussion schulischer Möglichkeiten zur Motivationsförderung durch Unterrichtsgestaltung, Differenzierung, Leistungsbewertung und offene Unterrichtsformen.
7. Schlussbemerkung: Zusammenfassung der Herausforderungen für Lehrkräfte und Notwendigkeit pädagogischer Maßnahmen zur Erhaltung der Lernfreude.
Lernmotivation, Grundschule, Lernfreude, Schulleistung, Selbstkonzept, Leistungsmotivation, Spiel, Erziehungsverhalten, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Interessenentwicklung, Neugier, Unterrichtsgestaltung, Differenzierung, soziale Kompetenz
Die Diplomarbeit befasst sich mit der zentralen Herausforderung der Grundschule, die Lernfreude und Lernmotivation von Kindern zu erhalten, zu fördern und in eine nachhaltige Lernhaltung zu überführen.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung des Kindes, die psychologischen Grundlagen des Lernens (inkl. Spiel), motivationale Faktoren wie Neugier und Selbstkonzept sowie den Einfluss von Familie und Schule auf die Lernmotivation.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer umfassenden Literaturrecherche Bedingungsfaktoren der Lernmotivation zu identifizieren und daraus Handlungsempfehlungen für die Gestaltung eines motivierenden Grundschulunterrichts abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen, systematischen Literaturrecherche und der Analyse aktueller Forschungserkenntnisse der Motivationspsychologie und Grundschulpädagogik.
Im Hauptteil (Teil 4) stehen die Lernmotivation, psychologische Ansätze, personale und situative Bedingungsfaktoren sowie der Einfluss von Neugier, Interesse, Leistungsmotivation und Selbstkonzept im Mittelpunkt.
Die zentralen Begriffe sind Lernmotivation, Grundschule, Schulleistung, Selbstkonzept, Leistungsmotivation, intrinsische/extrinsische Motivation sowie die Gestaltung des Unterrichts.
Das Spiel wird als bedeutsamer Motor der Entwicklung und Medium des Lernens hervorgehoben, das besonders zur Motivationssteigerung und zur ganzheitlichen Förderung beitragen kann, sofern es sinnvoll in den Unterricht integriert wird.
Die Familie wirkt durch Erziehungsverhalten, das intellektuelle Klima und die emotionale Bindung auf die Ausprägung motivationsrelevanter Persönlichkeitsfaktoren ein, die weit über den Schuleintritt hinaus das Lernverhalten prägen.
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