Examensarbeit, 2006
71 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Historische Aspekte zum Umgang mit Kindern
2.1 Kindheit von der Antike bis zur Aufklärung
2.2 Kindheit heute – das Aufwachsen unter veränderten Bedingungen und seine Auswirkungen auf die Kinder
3. Verhaltensauffälligkeiten und ihre Ursachen
3.1 Was sind „schwierige Kinder“? – Definition, Klassifikation, Symptomatik
3.2 Ursachen nach MYSCHKER
3.2.1 Endogene Ursachen: der biophysische Ansatz
3.2.2 Exogene Ursachen
3.2.2.1 Psychologischer Ansatz
3.2.2.1.1 Psychoanalytischer Ansatz
3.2.2.1.2 Individualpsychologischer Ansatz
3.2.2.1.3 Human-psychologischer Ansatz
3.2.2.2 Lerntheoretischer Ansatz
3.2.2.2.1 Klassisches Konditionieren
3.2.2.2.2 Operantes Konditionieren
3.2.2.2.3 Lernen am Modell
3.2.2.3 Soziologischer Ansatz
3.2.2.3.1 Kommunikation
3.2.2.3.1.1 Die kommunikationstheoretischen Axiome nach WATZLAWICK
3.2.2.3.1.2 Das Vier-Ohren-Modell nach SCHULZ VON THUN
3.2.2.3.2 Interaktion/ Etikettierungsprozess
3.2.2.4 Pädagogischer Ansatz
3.2.2.4.1 Erziehungsstile
3.2.3 Vererbung oder Umwelt als wesentlicher Einflussfaktor auf das kindliche Verhalten?
4. Spezifische Probleme im Überblick
4.1 AD(H)S
4.1.1 Auftreten, Ursachen, Diagnostik
4.1.2 Behandlungsstrategien
4.2 Lernschwierigkeiten/ Lernbehinderungen
5. Die Rolle der Pädagogen
5.1 Unterrichtsstörungen und Lehrerverhalten
5.2 Was erfolgreiche Lehrer ausmacht
6. Konkrete Handlungsansätze
6.1 Proaktive Strategien
6.1.1 Voraussetzungen für eine gute Atmosphäre schaffen
6.1.1.1 Innere Voraussetzungen schaffen
6.1.1.2 Positives Verhalten verstärken – Selbstwertgefühl vermitteln
6.1.1.3 Zusammenwachsen zu einer Gruppe
6.1.2 Reformmodelle bei Unterrichtsstörungen und auffälligen Kindern: der Offene Unterricht
6.1.2.1 Was ist Offener Unterricht?
6.1.2.2 Wissenschaftliche Begründungen für selbstständiges Arbeiten
6.1.2.3 Auswirkungen auf die Schüler
6.2 Reaktive Strategien
6.2.1 Die tägliche Bewegungszeit
6.2.2 Die 1-2-3-Methode
6.2.2.1 Was ist die 1-2-3-Methode?
6.2.2.3 Kritikpunkte an der 1-2-3-Methode
7. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Begriff „schwierige Schüler“ zu definieren und konkrete Handlungsansätze für den pädagogischen Alltag in der Grundschule zu entwickeln, um Unterrichtsstörungen vorzubeugen und aktiv zu bewältigen, wobei insbesondere der Einfluss des eigenen Lehrerverhaltens kritisch reflektiert wird.
3.2.2.3.1.1 Die kommunikationstheoretischen Axiome nach WATZLAWICK
WATZLAWICK hat fünf Axiome aufgestellt, mit denen er Störungen der Kommunikation erklärt:
1. Axiom: Man kann nicht nicht kommunizieren!
Treffen mindestens zwei Menschen aufeinander und nehmen sich gegenseitig wahr, kommunizieren sie miteinander. Selbst wenn man den anderen ignoriert, teilt man ihm damit etwas mit (z.B.: „Ich will nichts mit dir zu tun haben!“), was in diesem Fall eine Störung wäre. Für WATZLAWICK ist Verhalten jeder Art eine Form von Kommunikation und da man sich nicht nicht verhalten kann, kann man auch nicht nicht kommunizieren.
1. Einleitung: Darstellung der Problematik im Grundschulalltag und Erläuterung des Ziels, Handlungsansätze für "schwierige" Schüler zu finden.
2. Historische Aspekte zum Umgang mit Kindern: Betrachtung der Wandlung des Kindheitsbegriffs von der Antike bis heute und der Auswirkungen veränderter Lebensbedingungen.
3. Verhaltensauffälligkeiten und ihre Ursachen: Definition schwieriger Kinder und detaillierte Analyse der Ursachen nach Myschker, inkl. psychologischer, lerntheoretischer und soziologischer Ansätze.
4. Spezifische Probleme im Überblick: Fokus auf AD(H)S und Lernschwierigkeiten/Lernbehinderungen hinsichtlich Auftreten, Diagnostik und Behandlung.
5. Die Rolle der Pädagogen: Reflexion des Lehrerverhaltens bei Unterrichtsstörungen und Beschreibung dessen, was eine erfolgreiche Lehrkraft ausmacht.
6. Konkrete Handlungsansätze: Darstellung praktischer proaktiver (z.B. Offener Unterricht) und reaktiver Strategien (z.B. 1-2-3-Methode) zur Störungsbewältigung.
7. Zusammenfassung: Resümee über die Komplexität der Problematik und die Bedeutung des eigenen Lehrerverhaltens als zentrales Interventionsmittel.
Schwierige Kinder, Verhaltensauffälligkeiten, Grundschule, Unterrichtsstörungen, Lehrerverhalten, ADHS, Kommunikation, Erziehungsstile, Offener Unterricht, 1-2-3-Methode, Diagnostik, Selbstwertgefühl, Lernschwierigkeiten, Pädagogik, Prävention.
Die Hausarbeit befasst sich mit der Herausforderung, mit "schwierigen" Kindern im Grundschulunterricht konstruktiv umzugehen, um Unterrichtsstörungen zu minimieren.
Sie behandelt Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten, spezifische Störungsbilder, die Rolle des Lehrers und konkrete Handlungsstrategien für den Schulalltag.
Ziel ist es zu ergründen, was "schwierige" Schüler ausmacht und welche konkreten Handlungsansätze Lehrer nutzen können, um Unterrichtsstörungen vorzubeugen und aktiv einzugreifen, sowie die Rolle des eigenen Lehrerverhaltens dabei zu hinterfragen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse psychologischer und pädagogischer Standardwerke und Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse von Verhaltensauffälligkeiten, einen Überblick zu AD(H)S und Lernschwierigkeiten, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Lehrerverhalten sowie eine Darstellung proaktiver und reaktiver Handlungsansätze.
Begriffe wie Verhaltensauffälligkeit, Unterrichtsstörung, Lehrer-Schüler-Interaktion, Handlungsansätze und professionelles Lehrerhandeln stehen im Zentrum.
Dies bezeichnet ineffektive Versuche von Lehrern, Schüler wortreich zu überzeugen, statt konsequent und kurz auf Störungen zu reagieren.
Laut neueren, in der Arbeit zitierten Studien, wird dem genetischen Einfluss eine bedeutendere Rolle für die Persönlichkeitsentwicklung und Verhaltensprädispositionen zugeschrieben, als dies früher in der Erziehungswissenschaft angenommen wurde.
Erfolgreiche Lehrer vereinen Gegensätze: Sie sind emotional zugewandt, aber klar und strikt in der Führung, setzen auf Methodenvielfalt und sind in der Lage, sich an unterschiedliche Situationen flexibel anzupassen.
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