Bachelorarbeit, 2006
19 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Aufmerksamkeitsbegriff aus rhetoriktheoretischer Sicht und untersucht, wie Erkenntnisse der kognitiven Aufmerksamkeitsforschung für die Rhetorik nutzbar gemacht werden können. Sie analysiert die Bedeutung von Aufmerksamkeit für den Erfolg des Persuasionsaktes und differenziert zwischen zwei Arten von Aufmerksamkeit: einer unwillkürlichen, automatisch beeinflussbaren Aufmerksamkeit (Aufmerksamkeit I) und einer willentlichen, kognitiv steuerbaren Aufmerksamkeit (Aufmerksamkeit II). Die Arbeit erforscht, wie oratorische Techniken eingesetzt werden können, um die Aufmerksamkeit des Adressaten zu gewinnen und zu lenken. Sie untersucht insbesondere die Rolle von peripheral-route-Phänomenen, wie Gestik und Mimik, sowie die Anwendung der Relevanztheorie von Sperber/Wilson zur Erklärung von Aufmerksamkeit II.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Aufmerksamkeitsforschung, Rhetorik, Persuasion, kognitionspsychologische Modelle, Filtermodell, Kapazitätsmodell, Relevanztheorie, Sperber/Wilson, tua res agitur, Aufmerksamkeit I, Aufmerksamkeit II, peripheral-route-Phänomene, central-route-Werkzeuge, oratorische Techniken, Adressatenkalkül.
Aufmerksamkeit I ist unwillkürlich und reagiert automatisch auf Reize, während Aufmerksamkeit II willentlich, kognitiv steuerbar und verbaltextuell orientiert ist.
Erkenntnisse aus Filter- und Kapazitätsmodellen helfen dabei, oratorische Techniken zu entwickeln, die gezielt die Aufmerksamkeit des Adressaten steuern.
Sie dient als Basis, um einen kognitiv fundierten Zugang zur willentlichen Aufmerksamkeit (Aufmerksamkeit II) zu finden, indem sie erklärt, wie Informationen als relevant eingestuft werden.
Es bezieht sich auf das Prinzip, dass der Adressat seine Aufmerksamkeit dann schenkt, wenn er das Gefühl hat, dass die dargebotene Information ihn persönlich betrifft.
Diese Performanzphänomene werden der Aufmerksamkeit I zugeordnet, da sie oft unbewusst und automatisch nach dem Stimulus-Response-Prinzip wirken.
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