Examensarbeit, 2007
60 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Begründung der Themenwahl und Darstellung der Unterrichtssituation
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Zielsetzung der Arbeit
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Informationstechnische Grundlagen
3.1.1 Das Open-Source-WCMS Joomla
3.1.2 Die Webshop-Komponente VirtueMart
3.2 Die Methode des Gruppenpuzzles
3.3 Die Projektmethode
3.3.1 Begriffsentwicklung und -klärung
3.3.2 Die Projektmethode nach Karl Frey
4 Planung und Durchführung des Projektes
4.1 Planungsrelevante Voraussetzungen
4.1.1 Schülerbezogene Voraussetzungen
4.1.2 Lehrerbezogene Voraussetzungen
4.1.3 Organisatorische Voraussetzungen
4.2 Vorüberlegungen und grundsätzliche Absichten
4.2.1 Bedeutung und Anwendung der verwendeten Methoden
4.2.2 Anwendungsumfang und Bedeutung der informationstechnischen Systeme
4.3 Inhalte und didaktische Reduktion des Themas
4.4 Ziele des Unterrichts
4.4.1 Fachkompetenz
4.4.2 Methodenkompetenz
4.4.3 Sozialkompetenz
4.5 Projektdurchführung und Reflektion
5 Gesamtevaluation des Projektes
5.1 Evaluation aus Schülersicht
5.1.1 Zielscheibe
5.1.2 Fragebogen
5.1.3 Gemeinsame Auswertung und Schlussfolgerungen
5.2 Evaluation aus Lehrersicht
5.2.1 Überprüfung der Zielsetzung der Arbeit
5.2.2 Fazit
6 Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Eignung der Projektmethode zur Förderung kooperativen Lernens, zur Vermittlung berufsrelevanter Handlungskompetenzen im IT-Bereich sowie die methodische Planungskompetenz eines angehenden Lehrers anhand eines Unterrichtsversuchs zur Erstellung von Webshops mit Joomla zu evaluieren.
1.1 Begründung der Themenwahl und Darstellung der Unterrichtssituation
Für die Auszubildenden in den Berufen Informatikkaufmann/-frau bzw. IT-Systemkaufmann/-frau liegt ein gemeinsamer Schwerpunkt der praktischen Berufsausbildung sowie der möglichen späteren Berufstätigkeit in der Arbeit in Projekten zur Planung, Einführung und Erweiterung von Systemen der Informations- und Telekommunikationstechnik (IT-Systeme). Sie bilden dabei in der Regel das Verbindungsglied zwischen den Anforderungen der internen bzw. externen Kundschaft auf der einen und der fachlichen Realisierung der geforderten IT-Systeme auf der anderen Seite. Darüber hinaus zählt auch die Administration derartiger Systeme regelmäßig zum Berufsalltag.
Die Schwerpunkte der schulischen Ausbildung im Fach Anwendungsentwicklung für die Auszubildenden liegen daher auch in den Bereichen, „Programmentwicklung und –anpassung“, „Datenbankentwicklung und –anpassung“ und „Projektierung kundenspezifischer Anwendungssysteme“. Diese drei Teilbereiche bilden zusammen das Lernfeld 6 „Entwickeln und Bereitstellen von Anwendungssystemen“ der zugehörigen Bildungspläne. Im Zentrum steht hierbei vor allem die „Entwicklung von Handlungskompetenz“ der Schüler.
Nachdem sich die Auszubildenden im ersten Lehrjahr vornehmlich mit den Inhalten des Bereiches „Programmentwicklung und –anpassung“ auseinander gesetzt haben, stehen im zweiten und dritten Lehrjahr die weiteren Teilbereiche im Vordergrund. Die Realisierung eines Webshops mit Datenbankanbindung im methodischen Rahmen eines Projektes stellt auf Grundlage des sehr heterogenen Vorwissens der Schüler eine praxisorientierte Möglichkeit dar, einen vom Vorwissen unabhängigen, motivierenden und lernförderlichen Einstieg in diese Themenbereiche zu finden.
Informationsbeschaffung, -austausch und E-Commerce sind heutzutage ohne das World Wide Web (WWW) nicht mehr denkbar. Für nahezu jedes Unternehmen bzw. jede Organisation, ist es heutzutage unverzichtbar über eine ansprechende und informative Internetpräsenz zu verfügen und in der Lage zu sein, diese auch zu pflegen und zu administrieren, was einen möglichen späteren Berufsinhalt der Auszubildenden darstellt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den Unterrichtsversuch ein, begründet die Wahl des Themas Webshop-Erstellung für IT-Auszubildende und legt den Aufbau der Arbeit dar.
2 Zielsetzung der Arbeit: In diesem Kapitel werden die drei zentralen Fragestellungen definiert, die sich auf kooperatives Lernen, den Erwerb berufsrelevanter Handlungskompetenz und die Lehrerrolle beziehen.
3 Theoretische Grundlagen: Hier werden das WCMS Joomla, die VirtueMart-Komponente, die Methode des Gruppenpuzzles sowie die Projektmethode nach Karl Frey theoretisch fundiert beschrieben.
4 Planung und Durchführung des Projektes: Dieses Kapitel erläutert die Rahmenbedingungen des Projekts, die methodische Planung, die didaktische Reduktion der Inhalte sowie den Ablauf des Projekts in Phasen.
5 Gesamtevaluation des Projektes: Hier werden die Ergebnisse aus Zielscheibe und Fragebogen analysiert sowie die Zielerreichung aus Lehrersicht reflektiert und ein Fazit gezogen.
6 Ausblick: Der Ausblick diskutiert die Möglichkeiten, das Projekt zukünftig zu verstetigen, als Modul zu integrieren oder zu einer schulweiten Webshop-Plattform auszubauen.
Projektmethode, Karl Frey, Joomla, Content Management System, Webshop, VirtueMart, IT-Kaufleute, Handlungskompetenz, Gruppenpuzzle, Anwendungsentwicklung, Unterrichtsversuch, Evaluation, Projektunterricht, Berufsschule, IT-Systeme.
Die Examensarbeit dokumentiert einen Unterrichtsversuch, bei dem Auszubildende zum IT-Kaufmann bzw. zur IT-Kauffrau in Projektgruppen eigenständig Webshops unter Verwendung des Systems Joomla erstellen.
Im Fokus stehen die Umsetzung von Projektlernen in der beruflichen Ausbildung, die technische Einrichtung von Webshops mittels Content Management Systemen und die Förderung kooperativer Arbeitsformen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie die Projektmethode dazu beitragen kann, trotz eines heterogenen Leistungsniveaus der Schüler kooperatives Lernen und berufsrelevante Handlungskompetenz zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einem handlungsorientierten Projektansatz nach Karl Frey, kombiniert mit der Methode des Gruppenpuzzles und einer formativen Evaluation durch Schülerrückmeldungen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Planung und Durchführung des vier Tage umfassenden Projekts sowie die anschließende Gesamtevaluation aus Schüler- und Lehrersicht.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Projektmethode, Joomla, Webshop, Handlungskompetenz und IT-Berufsausbildung geprägt.
Joomla wurde aufgrund seiner Open-Source-Natur, der Trennung von Layout und Inhalt sowie der benutzerfreundlichen Administration gewählt, um den Schülern einen praxisnahen Zugang zu webbasierten Anwendungssystemen zu ermöglichen.
Die strikte Zeitvorgabe dient der Simulation berufspraktischer Realität, in der Projekte ebenfalls festen Terminen unterliegen, und zwingt die Lernenden zur fokussierten Zielverfolgung trotz des hohen Spielraums der Projektmethode.
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