Examensarbeit, 2007
84 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung und Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Darstellung des Konzeptes ´Kooperatives Lernen´
2.1 Was ist kooperatives Lernen?
2.2 Basiselemente des ´kooperativen Lernens´
Erwerb sozialer Fähigkeiten
Direkte Interaktion
Individuelle und Gruppen-Verantwortlichkeit
Positive Abhängigkeit
Bewerten in Gruppen
2.3 Kompetenzbereiche
3. Vergleich des Lernfeldkonzeptes mit dem des kooperativen Lernens
4. Arbeiten in Gruppen
4.1 Was ist eine Gruppe?
4.2 Wie werden heterogene Gruppen gebildet?
5. Durchführung
5.1 Analyse des Bedingungsfelds
5.1.1 Lehr- Lernbedingungen für den Unterricht
5.1.2 Lehrerspezifische Bedingungen
5.1.3 Curiculare Vorgaben
5.2 Struktur der Unterrichtseinheit
5.2.1 Erster Unterrichtstag
5.2.2 Zweiter Unterrichtstag
5.3 Didaktische und methodische Entscheidungen
5.3.1 Analyse des Themas in Verbindung mit den Auswahl- und Reduktionsentscheidungen
5.3.2 Zielentscheidungen
Thema: Wie arbeitet man erfolgreich in einer Gruppe?
Unterrichtsinhalt: Anforderungen an ein Plakat zur Beschreibung eines CAD-Befehls
Thema: Erstellen eines Plakates zur Beschreibung eines CAD – Befehls
Thema: Vorstellen der Ergebnisse
5.3.3 Methodische Entscheidungen
6. Evaluation
6.1 Beobachtungen
6.1.1 Erster Unterrichtstag (zwei Doppelstunden)
1. Phase – Merkmale ´Kooperativen Lernens´
2. Phase – Gruppenbildung
3. Phase – Regeln erfolgreicher Gruppenarbeit
4. Phase – Informationsphase in den Expertengruppen
6.1.2 Zweiter Unterrichtstag (drei Doppelstunden)
5. Phase – (Sozial-)Ziele des Tages
6. Phase – Austauschphase in den Stammgruppen
7. Phase – Erstellen der Plakate
8. Phase – Präsentation und Bewertung der Ergebnisse
6.2 Reflexion der Unterrichtssequenz
6.3 Fazit
6.3.1 Kompetenzbereich
... ´Unterrichten´
... ´Erziehen´
... ´Innovieren´
6.3.2 Ausblick auf die weitere Arbeit
Die Arbeit untersucht, ob und wie das Konzept des "Kooperativen Lernens" dazu beitragen kann, eine positive Klassendynamik und gegenseitige Unterstützung in leistungsheterogenen Klassen der Fachrichtung Holztechnik zu fördern, wobei der Fokus auf einer Unterrichtseinheit zur CAD-Schulung liegt.
2.1 Was ist kooperatives Lernen?
Laut Kirsten und Sven-Olaf Miehe ist ´Kooperatives Lernen´ ein Begriff, der nicht geschützt ist und somit nicht näher definiert werden kann. Ihrer Meinung nach kann sich jede Gruppenarbeit, unabhängig davon, ob eine Kooperation stattfindet, kooperatives Lernen nennen.
´Cooperative Learning´ ist dagegen eng mit den Namen Roger T. und David W. Johnson verknüpft, welche als Urväter von ´Cooperative Learning´ angesehen werden können. Somit ist das ´Kooperative Lernen´ zunächst eine Unterrichtsstrategie, welche über bestimmte Parameter definiert werden kann. Kirsten und Sven-Olaf Miehe sprechen hier von den drei Säulen des ´Cooperative Learning´: 1. Die sichere Lernatmosphäre, 2. die Gestaltung der Unterrichtsprozesse und 3. die einzelnen unterrichtlichen Aktivitäten.
Margit Weidner gibt demgegenüber eine präzisere Begriffsklärung. Sie erläutert den Begriff des ´Kooperativen Lernen´ wie folgt: „Kooperatives Lernen´ ist eine besondere Form von Kleingruppenunterricht, der – anders als der traditionelle Gruppenunterricht – die sozialen Prozesse beim Lernen besonders thematisiert, akzentuiert und strukturiert. Der Entwicklung von der losen Gruppe zum „echten“ Team mit erkennbarer Identität kommt hohe Bedeutung zu. Durch vielfältige Maßnahmen und Aktivitäten wird die Eigenverantwortlichkeit für die Gruppenprozesse angebahnt und ausgebaut. Durch sensibel geplante Prozesse wird eine positive gegenseitige Abhängigkeit der Gruppenmitglieder erzeugt, was sich sowohl auf die sozialen Interaktionsprozesse als auch auf die Arbeitsergebnisse oder -produkte günstig auswirkt. Hervorzuheben ist: Die Gruppenprozesse beim ´Kooperativen Lernen´ sind mindestens genauso wichtig wie das Arbeitsprodukt.“
1. Einleitung: Die Arbeit stellt eine Hausarbeit zur Erlangung des zweiten Staatsexamens dar, in der eine Unterrichtseinheit zur CAD-Schulung im Bereich Holztechnik konzipiert und reflektiert wird.
2. Darstellung des Konzeptes ´Kooperatives Lernen´: Dieses Kapitel definiert den Begriff des kooperativen Lernens, grenzt ihn vom traditionellen Gruppenunterricht ab und führt die fünf zentralen Basiselemente ein.
3. Vergleich des Lernfeldkonzeptes mit dem des kooperativen Lernens: Es wird erörtert, wie kooperatives Lernen als Teilbereich des handlungsorientierten Lernens in den curricularen Rahmenlehrplan für Tischler eingebettet ist.
4. Arbeiten in Gruppen: Dieses Kapitel beleuchtet die Definition einer Gruppe, die Phasen der Gruppenentwicklung und Kriterien für eine effektive heterogene Gruppenzusammensetzung.
5. Durchführung: Hier erfolgt die detaillierte Planung der Unterrichtseinheit, einschließlich der Bedingungsanalyse, der methodischen Entscheidungen und der Struktur des ersten sowie zweiten Unterrichtstages.
6. Evaluation: Abschließend werden die während der Unterrichtseinheit gemachten Beobachtungen dokumentiert, der Lernprozess reflektiert und ein Fazit für die weitere berufliche Entwicklung als Lehrer gezogen.
Kooperatives Lernen, Fachunterricht, Holztechnik, CAD-Schulung, Sozialkompetenz, Gruppenarbeit, Leistungsheterogenität, Handlungsorientierung, Lernfeldkonzept, Gruppenpuzzle, Schulentwicklung, Teamfähigkeit, Unterrichtsplanung, Evaluation, Berufsschule
Die Arbeit behandelt die Planung, Durchführung und Evaluation einer Unterrichtseinheit zum Thema CAD-Schulung im Berufsgrundbildungsjahr Holztechnik unter Anwendung des Prinzips des "Kooperativen Lernens".
Im Zentrum stehen die Konzepte des kooperativen Lernens, die methodische Einbettung in das Lernfeldkonzept, die Arbeit in leistungsheterogenen Gruppen sowie die Förderung von Sozial- und Fachkompetenz.
Das primäre Ziel ist es, eine Klassendynamik zu fördern, in der leistungsstärkere Schüler die leistungsschwächeren unterstützen, um den Lernprozess für alle Gruppenmitglieder effektiver zu gestalten.
Der Autor führt eine praxisorientierte Untersuchung durch, die auf einer Bedingungsanalyse basiert und die Ergebnisse der Unterrichtsdurchführung mittels Beobachtungsprotokollen und Bewertungsbögen evaluiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Kooperativen Lernens, die Analyse der Lernvoraussetzungen, die detaillierte Planung der Unterrichtseinheit sowie die anschließende kritische Auswertung und Reflexion.
Wesentliche Begriffe sind Kooperatives Lernen, Leistungsheterogenität, Handlungsorientierung, CAD-Ausbildung und Sozialkompetenz.
Da in CAD-Klassen ein starkes Gefälle in der Arbeitsgeschwindigkeit und Sicherheit besteht, bot sich dieser Inhalt besonders an, um die leistungsstärkeren Schüler als Tutoren für die leistungsschwächeren einzusetzen.
Die Schüler sollten lernen, aktiv zuzuhören, sich gegenseitig zu ermutigen und anderen bei Problemen aktiv zu helfen, anstatt als Einzelkämpfer zu arbeiten.
Es zeigte sich, dass die Motivation in der späteren Arbeitsphase sank, da die Schüler bei komplexen Aufgaben ohne kleinteilige Anleitung Gefahr liefen, in ihre alten "Einzelkämpfer"-Muster zurückzufallen.
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