Examensarbeit, 2007
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition
2.1 Begriffsdefinition Erlebnispädagogik
2.2 Begriffsdefinitionen des Segelns
3. Die Geschichte der Erlebnispädagogik
4. Jean-Jacques Rousseau
5. Erlebnispädagogik nach Kurt Hahn
6. Segeln unter erlebnispädagogischem Aspekt
6.1 Förderpädagogische Maßnahme
6.1.1 Der motorische Bereich
6.1.2 Der kognitive Bereich
6.1.3 Der affektiv-emotionale Bereich
6.1.4 Der integrative Bereich
6.1.5 Der soziale Bereich
6.1.6 Persönlichkeitsbildung
6.2 Therapeutische Wirkung
7. Die Umsetzung des Segelsports in der Schule
7.1 Die Schülerperspektive
7.2 Die Lehrerperspektive
7.3 Segelprojekte an Schulen
8. Pädagogischer Wert oder Luxus?
9. Lernerfolge für andere Bereiche der Schule
10. Beispiel Ostseeschule
11. Schlussteil
Diese Arbeit untersucht den pädagogischen Wert des Segelsports als Medium der Erlebnispädagogik im schulischen Kontext. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie segelorientierte Programme die persönliche, soziale und motorische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen fördern können, sowie die praktischen Möglichkeiten und Hindernisse einer solchen Umsetzung in den Schulalltag zu erörtern.
6. Segeln unter erlebnispädagogischem Aspekt
Der Segelsport wird von den genannten Autoren als „das klassische Medium der Erlebnispädagogik“ bezeichnet. Der Bereich der Erlebnispädagogik soll in diesem Zusammenhang näher erläutert werden, sowie eine Verknüpfung zum Segeln hergestellt werden.
Für diesen Bereich gibt es jedoch keine allgemeine Begriffsdefinition, wenn man die Erlebnispädagogik unter wissenschaftlichen Aspekten betrachtet. Man kann Vergleiche hinzuziehen oder bei genauerer Betrachtung verschiedene Definitionsansätze vorfinden, die grundlegend Unterschiedlich sein können, aber auch viele Übereinstimmungen haben können. Die Übereinstimmung besteht darin, dass die Erlebnispädagogik ihren Ursprung in der Reformpädagogik hat.
Erlebnispädagogik wird häufig mit den Schlagwörtern „Lernen im Erlebnis“ – „Lernen am Wagnis“ und „Lernen durch Abenteuer“ in Verbindung gebracht. Diese Form der Pädagogik zielt auf befreiende und beeindruckende Erlebnisse ab. Die Orientierung der Erlebnispädagogik liegt in der Gruppenarbeit und ihren daraus entstehenden gruppendynamischen Prozessen.
Die Autoren Heckmair und Michl sehen in der Erlebnispädagogik eine handlungsorientierte Methode, die junge Menschen vor psychische, physische und soziale Herausforderungen stellt. Das Ziel ist hier die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und die eigene Umgebung und Lebenswelt zu formen. Man versucht in diesem Prozess, Erlebnis und Abenteuer für die Erziehung nutzbar zu machen, wobei dieses laut Kurt Hahn oft gewollt und oft ungewollt geschieht.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Wahl des Themas durch die eigene Segelerfahrung des Autors und umreißt die pädagogische Relevanz des Segelns sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Begriffsdefinition: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Erlebnispädagogik sowie des Segelsports als Begriffe definiert und historisch verortet.
3. Die Geschichte der Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Erlebnispädagogik von ihren antiken Wegbereitern bis zur Moderne nach.
4. Jean-Jacques Rousseau: Der Fokus liegt auf Rousseaus pädagogischen Ansätzen, insbesondere seinem Fokus auf natürliches, handlungsorientiertes Lernen.
5. Erlebnispädagogik nach Kurt Hahn: Das Kapitel behandelt den Einfluss Kurt Hahns als Begründer der Erlebnispädagogik und dessen Erziehungskonzept durch die See.
6. Segeln unter erlebnispädagogischem Aspekt: Eine tiefgehende Analyse, wie Segeln als pädagogisches Medium verschiedene Kompetenzbereiche (motorisch, kognitiv, sozial, affektiv) anspricht.
7. Die Umsetzung des Segelsports in der Schule: Es wird die praktische Durchführbarkeit sowie die Perspektiven von Schülern und Lehrern bei schulischen Segelprojekten beleuchtet.
8. Pädagogischer Wert oder Luxus?: Dieses Kapitel diskutiert das Kosten-Nutzen-Verhältnis und den bildungstheoretischen Stellenwert erlebnispädagogischer Maßnahmen.
9. Lernerfolge für andere Bereiche der Schule: Darstellung der Fächer übergreifenden Potenziale des Segelns für Fächer wie Physik, Geographie oder Fremdsprachen.
10. Beispiel Ostseeschule: Ein praktisches Fallbeispiel veranschaulicht die Umsetzung eines pädagogischen Segelkonzepts im Schulalltag.
11. Schlussteil: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit zur Notwendigkeit staatlicher und privater Unterstützung für die Integration des Segelns in den Schulsport.
Erlebnispädagogik, Segelsport, Schulpädagogik, Persönlichkeitsbildung, soziales Lernen, Outward Bound, Kurt Hahn, Segelschule, Kompetenzentwicklung, Teamfähigkeit, erlebnisorientiertes Lernen, Handlungsorientierung, integrative Pädagogik.
Die Arbeit befasst sich mit der Verknüpfung von erlebnispädagogischen Konzepten mit dem Segelsport im schulischen Kontext.
Im Zentrum stehen die historische Entwicklung der Erlebnispädagogik, die pädagogische Wirkung des Segelns auf verschiedene Kompetenzbereiche und die praktische Umsetzung an Schulen.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Segeln als pädagogisches Medium zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Förderung sozialer Kompetenzen von Schülern beitragen kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse sowie auf Expertenwissen und ein Fallbeispiel einer Segelabteilung an einer Schule.
Behandelt werden die motorischen, kognitiven, affektiv-emotionalen, integrativen und sozialen Wirkungen des Segelns sowie die Perspektiven von Schülern und Lehrern.
Besonders relevant sind die Begriffe "Erlebnispädagogik", "Outward Bound", "Persönlichkeitsbildung" und "Soziales Lernen".
Die Ostseeschule dient als konkretes Beispiel für ein real umgesetztes, alternatives pädagogisches Segelkonzept im Flensburger Raum.
Das Schiff wird als begrenzter Lebensraum verstanden, der die Besatzung zu Kooperation und gemeinsamem Handeln zwingt, was das soziale Lernen intensiviert.
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