Examensarbeit, 2004
203 Seiten, Note: 1
1. Gewalt an Schulen
2. Faustlos – Ein Curriculum zur Gewaltprävention
2.1 Second Step
2.2 Faustlos
2.3 Auffälliges Verhalten
2.4 Prosoziales Verhalten
2.5 Strukturgefüge zu Faustlos
2.6 Faustlos – Die Anwendung
2.6.1 Vorarbeiten
2.6.2 Unterrichten von Faustlos
3. Einführung und Durchführung von Faustlos in der 3. Klasse
3.1 Aufteilung
3.2 Didaktische Analyse
3.2.1 Bedingungsfeldanalyse
3.2.2 Empathietraining
3.2.2.1 Gegenwartsbedeutung
3.2.2.2 Zukunftsbedeutung
3.2.2.3 Exemplarische Bedeutung
3.2.2.4 Thematische Struktur
3.2.2.5 Überprüfbarkeit
3.2.2.6 Darstellbarkeit
3.2.2.7 Strukturierung des Lehr-Lernprozesses
3.2.3 Impulskontrolle und Problemlösen
3.2.3.1 Gegenwartsbedeutung
3.2.3.2 Zukunftsbedeutung
3.2.3.3 Exemplarische Bedeutung
3.2.3.4 Thematische Struktur
3.2.3.5 Überprüfbarkeit
3.2.3.6 Darstellbarkeit
3.2.3.7 Strukturierung des Lehr-Lernprozesses
3.2.4 Umgang mit Ärger und Wut
3.2.4.1 Gegenwartsbedeutung
3.2.4.2 Zukunftsbedeutung
3.2.4.3 Exemplarische Bedeutung
3.2.4.4 Thematische Struktur
3.2.4.5 Überprüfbarkeit
3.2.4.6 Darstellbarkeit
3.3.2.7 Strukturierung des Lehr-Lernprozesses
3.3 Ereiterte Unterrichtseinheiten für den Beginn in der 3. Klasse
3.3.1 Empathietraining
3.3.1.1 Das Erkennen von Gefühlen
3.3.1.2 Ausschau halten nach weiteren Hinweisen
3.3.1.3 Ähnlichkeiten und Unterschiede
3.3.1.4 Aktives Zuhören
3.3.2 Impulskontrolle und Problemlösen
3.3.2.1 Das Problem erkennen und eine Lösung wählen
3.3.2.2 Schritt für Schritt. Funktioniert sie?
3.3.3 Umgang mit Ärger und Wut
3.3.3.1 Auslöser von Ärger und Wut
3.3.3.2 Sich beruhigen
3.3.3.3 Selbstgespräche führen
3.3.3.4 Nachdenken
4. Durchführung in der Lernwerkstatt in der 4. Klasse
4.1 Empathietraining
4.1.1 Wiederholungseinheiten:
4.1.2Lernwerkstattkarten
4.2 Impulskontrolle und Problemlösen
4.2 1 Wiederholungseinheiten:
4.2.2 Neue Einheiten:
4.2.3 Zusatzstation
4.2.4 Lernwerkstattkarten
4.3 Umgang mit Ärger und Wut
4.3.1 Wiederholungseinheiten:
4.3.3 Lernwerkstattkarten
4.4 Faustlos-Spiel
5. Materialien zu Faustlos
5.1 Spiele
5.1.1 „Tiere im Urwald“
5.1.2 „Die Friedenssprache“
5.1.3 „Magnet“
5.2 Bilderbücher
5.2.1 „Als die Raben noch bunt waren“
5.2.2 „Der Rabe der anders war“
5.2.3 „Die kleinen Streithammel. Oder wie man Streit vermeiden kann“
5.2.4 „Du hast angefangen! Nein du!“
5.2.5 „Es klopft bei Wanja in der Nacht“
5.2.6 „Der Regenbogenfisch“
5.2.7 „Regenbogenfisch komm hilf mir!“
5.2.8 „Der Regenbogenfisch stiftet Frieden“
5.2.9 „Swimmy“
5.2.10 „Der wütende Willi“
5.3 Lieder
5.3.1 „Die Anderen dürfen alles“
5.3.2 „In Frieden miteinander leben“
5.3.3 „Das Lied von den Gefühlen“
5.3.4 „Hau-mich-nicht-Lied“
5.3.5 „Das große Schimpflied“
5.3.6 „He du, mich drückt der Schuh“
5.3.7 „Zauberpfennig“
5.3.8 „Ottokar hat Segelohren“
6. Reflexion
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Vorstellung des Programms "Faustlos" zur Prävention von aggressivem und gewaltbereitem Verhalten bei Grundschulkindern sowie die Entwicklung eines Konzepts zur Durchführung dieses Programms ab der 3. Klasse unter Einbeziehung erweiterter Materialien.
1 Gewalt an Schulen
Das Thema Gewalt an Schulen streift durch die Medien. Fast reißerisch wird jeder Fall von Schulgewalt, der neu bekannt wird, dargestellt. Dabei wird nicht einmal auf die Gefühle der Opfer Rücksicht genommen. Experten werden befragt, gestresste Lehrer interviewt, Eltern zitiert.
Die Medien vermitteln ein Bild von der Situation an Schulen, wie sie angeblich noch nie schlimmer war: Die Amokläufe an US-amerikanischen Schulen und ihre Nachahmung in Erfurt. Mobbing gegen Schwächere oder sozial Benachteiligte. Quälereien bis Körperverletzungen. Aufsässige Kinder. Schlägereien auf dem Pausenhof und auf dem Schulweg. All dies und weitere Schreckensmeldungen kann man in den Zeitungen fast jede Woche lesen.
Dennoch, folgt man den neuesten Forschungsberichten, ist kein genereller Anstieg der Gewalt zu verzeichnen. Vielmehr ist zu beobachten, dass „sich Qualität und Schärfe der Gewalttätigkeit von einzelnen erhöht hat“.
„Die sich abzeichnende Entwicklung verlangt zunehmend nach Lösungen im Sinne von Intervention und vor allem im Sinne von Prävention“. An dieser Stelle hat man schon lange erkannt, dass Präventionsmaßnahmen nicht nur dauerhaft effektiver, sondern auch billiger sind als Intervention, die erst dann ansetzt, wenn das Fehlverhalten schon eingetreten ist, wie die Karikatur von Haitzinger eindringlich darstellt.
1. Gewalt an Schulen: Einleitende Betrachtung der medialen Darstellung von Schulgewalt und der Notwendigkeit präventiver Maßnahmen im Vergleich zur reinen Intervention.
2. Faustlos – Ein Curriculum zur Gewaltprävention: Vorstellung des Programms "Faustlos", seiner Entstehungsgeschichte basierend auf "Second Step" sowie der grundlegenden pädagogischen Ziele wie Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger.
3. Einführung und Durchführung von Faustlos in der 3. Klasse: Konzeptioneller Vorschlag für die Einführung des Programms in höheren Jahrgangsstufen, ergänzt durch didaktische Analysen der Lernbereiche.
4. Durchführung in der Lernwerkstatt in der 4. Klasse: Darstellung des offenen Unterrichtsmodells der Lernwerkstatt zur individuellen Vertiefung der Faustlos-Inhalte in der vierten Jahrgangsstufe.
5. Materialien zu Faustlos: Übersicht und Vorstellung ergänzender Medien wie Spiele, Bilderbücher und Lieder, die den Prozess der Gewaltprävention unterstützen.
6. Reflexion: Zusammenfassende Auswertung der praktischen Erfahrungen mit dem Programm und positive Darstellung der Verhaltensentwicklung bei den Schülern.
Faustlos, Gewaltprävention, Grundschule, Empathietraining, Impulskontrolle, Umgang mit Ärger und Wut, Sozialkompetenz, Lernwerkstatt, Aggressionsforschung, Schulentwicklung, Gewalt an Schulen, prosoziales Verhalten, Präventionsprogramm, Erziehung, Konfliktbewältigung.
Die Arbeit befasst sich mit der Prävention von aggressivem Verhalten bei Grundschulkindern unter Verwendung des Programms "Faustlos".
Zentrale Themen sind die Empathieförderung, die Schulung der Impulskontrolle sowie Strategien zum konstruktiven Umgang mit Ärger und Wut.
Das Ziel ist die Darstellung von "Faustlos" als effektives Präventionsprogramm und die Entwicklung eines durchführbaren Konzepts für die 3. und 4. Klasse.
Es wird eine didaktische Analyse nach Klafki angewandt, um die Inhalte für den Unterricht zu strukturieren und begründen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Programms sowie konkrete Unterrichtsvorschläge und die Arbeit in einer speziell entwickelten Lernwerkstatt.
Keywords wie Gewaltprävention, Faustlos, Sozialkompetenz und Lernwerkstatt fassen den Inhalt präzise zusammen.
Sie dient dazu, die Faustlos-Inhalte in der 4. Klasse offen und schülerzentriert zu vertiefen, da das Programm in diesem Alter weniger frontal unterrichtet wird.
Dies dient als flexible Reaktion auf plötzlich auftretende Verhaltensauffälligkeiten oder als Anpassung, wenn die gesamte Schule zeitgleich mit dem Programm beginnen möchte.
Bei sogenannten "Enthüllungen" von privatem Leid oder Missbrauch sind Lehrer angehalten, sofort das Gespräch mit der Schulleitung zu suchen und externe Hilfe bei Behörden einzuholen.
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