Diplomarbeit, 2007
101 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.1.1. Stabilität der Gesellschaft
1.1.2. Stabilität der Wirtschaft
1.1.3. Stabilität des Staates
1.2. Zielsetzung
1.3. Vorgehensweise
2. Einführende Aspekte und Annahmen
2.1. Geldordnung
2.2. Geldtheorie
2.3. Geldpolitik
3. Problemaspekte der Geldordnung und Geldpolitik
3.1. Überblick
3.2. Zinsniveau
3.2.1. Mögliche Auswirkungen eines erhöhten Zinsniveaus
3.2.1.1. Vermögensverteilung
3.2.1.2. Beschäftigung
3.2.1.3. Wirtschaftswachstum
3.2.2. Mögliche Ursachen eines erhöhten Zinsniveaus
3.2.2.1. Inflationserwartungen
3.2.2.2. Notenbanken und Leitzins
3.2.2.3. Staatsnachfrage nach Krediten
3.2.2.4. Geldmenge
3.2.3. Zwischenfazit
3.3. Geldschöpfung
3.3.1. Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken
3.3.2. Geldmengensteuerung und Finanzkrisen
3.3.3. Zwischenfazit
3.4. Trade-off und Unabhängigkeit der Zentralbank
3.5. Zusammenfassung
4. Umgestaltung der Geldordnung
4.1. Überblick
4.2. Vollgeldkonzept nach Huber
4.2.1. Elemente des Vollgeldkonzeptes
4.2.1.1. Vollgeld
4.2.1.2. Einbeziehung eines Grundeinkommens
4.2.1.3. Bezugsrechte
4.2.1.4. Retribution
4.2.2. Effekte des Vollgeldkonzeptes
4.2.3. Zusammenfassung
4.3. Wettbewerbliche Geldordnung
4.3.1. Hayek
4.3.2. Wolfram Engels
4.4. Freiwirtschaftslehre
5. Kritik
5.1. Bewertung der vorgestellten Ansätze
5.2. Geldwettbewerb oder Geldmonopol
6. Schlussbetrachtungen
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die gegenwärtige Geldordnung sowie ausgewählte Alternativkonzepte, um zu prüfen, ob eine modernisierte Geldordnung notwendig ist, um Wohlstand und Beschäftigung nachhaltig zu sichern, ohne den Staat übermäßig zu belasten.
3.2.1.1. Vermögensverteilung
In der Einleitung wurde bereits angedeutet, dass eine Umverteilung von den weniger vermögenden Bevölkerungsgruppen hin zu Bevölkerungsgruppen stattfindet, die über extrem große Vermögen verfügen. Es wird zwar regelmäßig auf diesen Umstand hingewiesen, in Tageszeitungen oder auch Äußerungen von Politikern, aber kaum jemand wird auch gleichzeitig die Ursachen dafür benennen können. Das dieses „Umverteilungsargument“, von unten nach oben nicht bloß reine Rhetorik ist, geht aus dem Reichtums- und Armutsbericht der Bundesregierung hervor.
Jeder Haushalt „bezahlt“ einen beträchtlichen Anteil an Zinsen, ob er nun verschuldet ist oder nicht. Diesen Zinslasten können die Zinserträge der jeweiligen Haushalte gegenüber gestellt werden. Dieser Ansatz von Creutz wurde bisher in dieser Form zwar in keiner weiteren (wissenschaftlichen) Publikation gefunden. Die Erkenntnisse hieraus lassen sich aber mit der modernen Kapitalmarkttheorie stützen, womit sich im Zeitablauf ein Trend zu einer zunehmend ungleicheren Vermögensverteilung zeigen lässt.
Über die Preise der verkauften Produkte müssen die Unternehmen u. a. ihre Kredite und die damit verbundenen Zinszahlungen decken. Diese Zinszahlungen werden durch entsprechende Umsätze wieder amortisiert, geschieht dies nicht, so würden langfristig Verluste zu verzeichnen sein. Die Umsätze werden über die Produktpreise generiert und von den Haushalten bezahlt. Untersuchungen schätzen den Anteil an Zinszahlungen, die in allen Produktpreisen (und beispielsweise auch in den Mietpreisen) enthalten sind, auf bis zu 50 Prozent.
1. Einleitung: Die Einleitung benennt wirtschaftliche Krisen als Anlass zur kritischen Hinterfragung bestehender ökonomischer Theorien und definiert die Zielsetzung, Zusammenhänge zwischen der Geldordnung und aktuellen Problemen wie Arbeitslosigkeit und Vermögensungleichverteilung zu untersuchen.
2. Einführende Aspekte und Annahmen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe zur Geldordnung, Geldtheorie und Geldpolitik geklärt, die als notwendige Basis für die nachfolgenden Analysen dienen.
3. Problemaspekte der Geldordnung und Geldpolitik: Dieses Kapitel untersucht, inwiefern die herrschende Geldordnung aktuelle Probleme wie Vermögensungleichverteilung, Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum beeinflusst und kritisiert die Praxis der Giralgeldschöpfung.
4. Umgestaltung der Geldordnung: Hier werden alternative Konzepte zur Umgestaltung der Geldordnung vorgestellt, insbesondere das Vollgeldkonzept nach Huber, wettbewerbliche Geldordnungsansätze und die Freiwirtschaftslehre.
5. Kritik: Das Kapitel bietet eine kritische Würdigung der zuvor vorgestellten Reformansätze und führt eine Gegenüberstellung von Geldmonopol und Geldwettbewerb durch.
6. Schlussbetrachtungen: Die Schlussbetrachtungen fassen die Ergebnisse zusammen, bestätigen die Notwendigkeit einer modernisierten Geldordnung und schlagen zukünftige Forschungsrichtungen vor.
Geldordnung, Geldpolitik, Vollgeldkonzept, Geldmonopol, Zinsniveau, Vermögensverteilung, Arbeitslosigkeit, Giralgeldschöpfung, Finanzkrisen, Grundeinkommen, Bezugsrechte, Wettbewerbliche Geldordnung, Freiwirtschaftslehre, Transaktionskosten, Preisstabilität
Die Arbeit befasst sich kritisch mit der gegenwärtigen Geldordnung und prüft, ob alternative Konzepte notwendig und sinnvoll sind, um wirtschaftliche Stabilität und soziale Gerechtigkeit zu fördern.
Zentrale Themen sind das Zinsniveau, die Geldschöpfung durch Geschäftsbanken, die Unabhängigkeit der Zentralbank sowie verschiedene Reformansätze wie das Vollgeldkonzept.
Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob bestimmte negative gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen auf die bestehenden Strukturen der Geldordnung zurückzuführen sind und welche Reformalternativen in der Diskussion stehen.
Es erfolgt eine theoretische Untersuchung und kritische Auseinandersetzung mit existierenden ökonomischen Ansätzen und Studien, ergänzt durch die Analyse von Daten zu Zinslasten und Verteilungsfragen.
Der Hauptteil analysiert Probleme der aktuellen Geldordnung, wie den Einfluss des Zinsniveaus auf die Vermögensverteilung und Beschäftigung, sowie detaillierte Vorschläge zur Umgestaltung, inklusive Vollgeld und wettbewerblicher Ansätze.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Geldmonopol, Giralgeldschöpfung, Vollgeldkonzept, Bezugsrechte und negative Einkommensteuer charakterisiert.
Im Gegensatz zum aktuellen Reservegeldsystem, in dem Geschäftsbanken Giralgeld schöpfen, fordert das Vollgeldkonzept, dass nur noch die Zentralbank Geld schöpfen darf (100-Prozent-Reserve), um Stabilität zu gewährleisten.
Die Diskussion fokussiert sich auf die Unabhängigkeit der Zentralbank und deren begrenzte Steuerungsfähigkeit der Geldmenge, insbesondere in einem System, in dem Geschäftsbanken durch Giralgeldschöpfung die Geldmenge maßgeblich beeinflussen.
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