Examensarbeit, 2006
74 Seiten, Note: 2,89
1.) Einleitung
2.) Evangelische Grundschule Oberissigheim
2.1) Pädagogisches Konzept
2.2) Lernen in altersgemischten Gruppen
2.3) Unterrichten in Stammgruppen
3.) Wochenplanarbeit
3.1) Rahmenrichtlinien zur Wochenplanarbeit
3.2). Pädagogische Intention des Wochenplans
3.3) Organisation des Wochenplans
3.3.1) Aufbau des Wochenplans
3.3.2) Verhaltens- und Arbeitsregeln
3.3.3) Selbstkontrolle und Fremdkontrolle
3.3.4) Materialien
3.3.5) Kompetenzen
3.3.6) Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler
3.4) Vorteile der Wochenplanarbeit
3.5) Nachteile der Wochenplanarbeit
4.) Umgang mit Leistungsheterogenität
4.1) Das didaktische Prinzip der Differenzierung im Hessischen Rahmenplan der Grundschule
4.2) Differenzierung
4.2.1) Äußere Differenzierung
4.2.2) Innere Differenzierung
4.2.2.1) Formen der inneren Differenzierung
4.2.3) Zieldifferentes Lernen
4.3) Leistungsheterogenität der Stammgruppe 3/4
5.) Umgang mit Leistungsheterogenität - Wochenplanarbeit in jahrgangsübergreifenden Gruppen
5.1) Wochenplanarbeit innerhalb der 3. bzw. 4. Klasse Differenzierung bei einem einheitlichen Plan
5.2) Wochenplanarbeit innerhalb der 3. bzw. der 4. Klasse der Stammgruppe 3/4 der Evangelischen Grundschule Oberissigheim
5.3) Wochenplanarbeit innerhalb der Stammgruppe 3/4 in der Evangelischen Grundschule Oberissigheim – 3 verschiedene Leistungsniveaus
5.4) Wochenplanarbeit und Zieldifferentes Lernen
6.) Vergleich der Wochenpläne im Hinblick auf den Umgang mit Leistungsheterogenität
7.) Interview
7.1) Das fokussierte Interview
7.2) Ergebnisse und Interpretation des Interviews
8.) Resümee „Unterstützt jahrgangsübergreifendes Lernen einen anderen Umgang mit Leistungsheterogenität?“
Diese wissenschaftliche Hausarbeit untersucht, wie durch das pädagogische Instrument der Wochenplanarbeit in einer jahrgangsgemischten Stammgruppe (3./4. Jahrgangsstufe) effektiv auf Leistungsheterogenität reagiert werden kann, mit dem Ziel, individuelle Lernprozesse zu fördern.
3.3.2) Verhaltens- und Arbeitsregeln
Verhaltens- und Arbeitsregeln innerhalb der Wochenplanarbeit sind unerlässlich. Sie sollen sowohl den Kindern als auch der Lehrkraft das produktive Arbeiten am Wochenplan ermöglichen. Um solche Verhaltens- und Arbeitsregeln sinnvoll einzuführen, ist es ratsam die Kinder in den Prozess der Regelfindung und Regelaufstellung mit einzubeziehen. Durch die Einbindung der Kinder in den Planungsprozess, kann die Notwendigkeit der Regeln am ehesten verstanden werden. Da es sich bei den aufgestellten Regeln um gemeinsam gefundene Regeln handelt, werden diese von allen Schülerinnen und Schülern getragen. „Die Regeln müssen im Unterrichtsalltag Bedeutung haben, d.h., einmal formuliert, ist es notwendig, immer wieder Bezug auf sie zu nehmen und sie auch gemeinsam mit den Schülern/innen auf ihren Sinn hin zu befragen.“ (Vaupel 1995, S.47).
Regeln für die Arbeit mit dem Wochenplan können sowohl das Arbeitsverhalten als auch das Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler ordnen. So sollten unter anderem Regeln für das Miteinander in der Arbeitsphase, für den Umgang mit Konflikten und Auseinandersetzungen aufgestellt werden. Vereinbarungen zum Umgang bei Verstößen gegen die aufgestellten Regeln sollten allen Schülerinnen und Schülern bewusst sein (vgl. Christiani 2005, S.87).
1.) Einleitung: Die Verfasserin beschreibt ihre Motivation, sich mit Leistungsheterogenität in jahrgangsgemischten Klassen zu befassen, und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2.) Evangelische Grundschule Oberissigheim: Dieses Kapitel skizziert das Schulprofil, das reformpädagogisch geprägte pädagogische Konzept sowie die Organisation des Lernens in jahrgangsgemischten Stammgruppen.
3.) Wochenplanarbeit: Es werden die theoretischen Grundlagen der Wochenplanarbeit, ihre Organisation, Vorteile, Nachteile sowie die Förderung verschiedener Kompetenzen detailliert erläutert.
4.) Umgang mit Leistungsheterogenität: Das Kapitel befasst sich mit der theoretischen Definition von Heterogenität, den Möglichkeiten der Binnendifferenzierung und der spezifischen Situation in einer jahrgangsgemischten Gruppe.
5.) Umgang mit Leistungsheterogenität - Wochenplanarbeit in jahrgangsübergreifenden Gruppen: Hier wird der Transfer zur Praxis vollzogen und analysiert, wie durch unterschiedliche Formen der Wochenplangestaltung auf individuelle Leistungsniveaus reagiert werden kann.
6.) Vergleich der Wochenpläne im Hinblick auf den Umgang mit Leistungsheterogenität: Ein direkter Vergleich zwischen traditionell jahrgangsbezogenen Wochenplänen und Modellen der Dreierdifferenzierung dient der Konkretisierung der Differenzierungsansätze.
7.) Interview: Die Ergebnisse eines fokussierten Interviews mit einer Lehrerin der Schule geben Einblick in die alltägliche Praxis und die Reflexion der Anwendung von Wochenplänen.
8.) Resümee „Unterstützt jahrgangsübergreifendes Lernen einen anderen Umgang mit Leistungsheterogenität?“: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion darüber, ob organisatorische Umstrukturiertungen allein ausreichen oder ob erst spezifische Differenzierungsformen den notwendigen Umgang mit Heterogenität ermöglichen.
Leistungsheterogenität, Wochenplanarbeit, jahrgangsübergreifendes Lernen, Binnendifferenzierung, Stammgruppe, Reformpädagogik, Peter Petersen, Zieldifferentes Lernen, Individualisierung, Selbstständigkeit, Kompetenzentwicklung, Lernbegleitung, Grundschuldidaktik.
Die Arbeit untersucht, wie durch die Methode der Wochenplanarbeit in jahrgangsgemischten Grundschulklassen (3./4. Jahrgangsstufe) mit Leistungsunterschieden umgegangen werden kann, um eine individuelle Förderung jedes Kindes zu ermöglichen.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der reformpädagogischen Schulorganisation nach Peter Petersen, der theoretischen fundierten Wochenplanarbeit als Form der Differenzierung und dem praktischen Umgang mit heterogenen Lerngruppen.
Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Wochenpläne so gestaltet werden können, dass sie nicht nur als Arbeitsauftrag dienen, sondern als spezifische Chance zur Differenzierung und Individualisierung genutzt werden.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur Fundierung der didaktischen Prinzipien und einer qualitativen Untersuchung in Form eines fokussierten Interviews mit einer Lehrkraft, ergänzt durch Hospitationen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Differenzierung und Wochenplanarbeit sowie eine anwendungsorientierte Analyse der Umsetzung an der Evangelischen Grundschule Oberissigheim, inklusive eines Vergleichs verschiedener Wochenplanmodelle.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Leistungsheterogenität, Wochenplanarbeit, jahrgangsübergreifendes Lernen, Binnendifferenzierung und Individualisierung definieren.
Hierbei handelt es sich um eine Form der Binnendifferenzierung, bei der Schülerinnen und Schüler auf Basis ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit in drei Gruppen eingeteilt werden, um passgenaue Materialien und Hilfestellungen zu erhalten, ohne notwendigerweise an starre Jahrgangsvorgaben gebunden zu sein.
Das Interview dient der Validierung der theoretischen Erkenntnisse an der Schulpraxis und ermöglicht es, die motivationale Einstellung der Lehrkraft sowie konkrete Strategien zur Beobachtung und Dokumentation von Lernfortschritten zu erfassen.
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