Examensarbeit, 2006
108 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Öffnung von Schule und Unterricht
1. 1. Problem der Definition und Messbarkeit „Offenen Unterrichts“
1. 2. Merkmale „Offenen Unterrichts“
1. 3. Dimensionen von Offenheit
2. Werkstattunterricht als Konzept und Methode „Offenen Unterrichts“
2. 1. Begriffsbestimmung „Werkstattunterricht“
2. 2. Varianten von Werkstattunterricht
2. 3. Organisationsformen von Werkstattunterricht
3. Ziele von Werkstattunterricht
3.1. Berücksichtigung unterschiedlicher Lernvoraussetzungen und -bedürfnisse
3. 2. Förderung der sozialen Beziehungen und des kooperativen Verhaltens
3. 3. Stärkung des Aufbaus von Schlüsselqualifikationen
4. Rahmenbedingungen zur Realisierung von Werkstattunterricht
4. 1. Die Rolle der Lehrkraft
4. 2. Gestaltung der Lernumgebung
4. 3. Qualität der Arbeitsmaterialien
4. 4. Strukturierung der Zeit
4. 5. Gemeinsame Vereinbarungen von Regeln für Verhalten und Umgang
4. 6. Kooperation im Kollegium
4. 7. Information der Eltern
5. Die Aufgaben- und Kompetenzdelegation als organisatorisches Kernstück von Werkstattunterricht
6. Formen der Lernerfolgsfeststellung und -rückmeldung
6. 1. Selbstkontrolle
6. 2. Partnerkontrolle
6. 3. Lehrerkontrolle
7. Phasengliederung von Werkstattunterricht
7. 1. Vorbereitung einer Werkstatt
7. 2. Präsentation und Besprechung der Werkstattangebote
7. 3. Selbstständige Arbeit an den Werkstattangeboten
7. 4. Zwischen- und Abschlussreflexionen
7. 5. Dokumentation
8. Mögliche Probleme im Werkstattunterricht
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Werkstattunterricht als eine Form offenen Lernens fundiert darzustellen, seine methodischen Voraussetzungen zu beleuchten und konkrete Anregungen für die Unterrichtspraxis zu geben. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie dieses Konzept zur Förderung von Selbstständigkeit, Individualisierung und Gemeinschaftsbildung bei Kindern in der Primarstufe beitragen kann.
2. 1. Begriffsbestimmung „Werkstattunterricht“
Es handelt sich beim Werkstattunterricht um eine junge Form Offenen Unterrichts. Für diese Form von Unterricht werden in der Literatur weitgehend synonym die Begriffe „Werkstattunterricht“, „Werkstattarbeit“, „Lernwerkstatt“ oder auch „Werkstattlernen“ genutzt, die in den weiteren Ausführungen hier ebenfalls nicht unterschieden werden sollen.
Der Werkstattunterricht basiert auf dem Prinzip einer Werkstatt, wie man sie vom Handwerk kennt. Dabei ist jedoch nicht im wörtlichen Sinne ein Unterricht an einer Werkbank mit Hammer und Hobel gemeint, sondern „Unterricht in der Art einer Werkstatt“65. Zur Veranschaulichung wird die Arbeitweise in einer Handwerkstatt der Arbeit in einer Lernwerkstatt gegenübergestellt:
Einleitung: Vorstellung des Konzepts Werkstattunterricht als junge Form offenen Lernens und Erläuterung der Motivation für diese Unterrichtsform.
1. Öffnung von Schule und Unterricht: Theoretische Herleitung des Begriffs „Offener Unterricht“ und Einordnung in die Reformpädagogik sowie dessen Dimensionen.
2. Werkstattunterricht als Konzept und Methode „Offenen Unterrichts“: Definition des Werkstattunterrichts, Abgrenzung und Darstellung verschiedener Varianten und Organisationsmodelle.
3. Ziele von Werkstattunterricht: Erörterung der pädagogischen Ziele wie Differenzierung, soziale Förderung und der Erwerb von Schlüsselqualifikationen.
4. Rahmenbedingungen zur Realisierung von Werkstattunterricht: Analyse der notwendigen Voraussetzungen hinsichtlich Lehrkraftrolle, Lernumgebung, Materialien, Zeitstruktur und Kooperation.
5. Die Aufgaben- und Kompetenzdelegation als organisatorisches Kernstück von Werkstattunterricht: Einführung des „Chefsystems“ als Methode zur Kompetenzübertragung auf Schüler.
6. Formen der Lernerfolgsfeststellung und -rückmeldung: Darstellung von Möglichkeiten der Selbst-, Partner- und Lehrerkontrolle zur Lernprozessbegleitung.
7. Phasengliederung von Werkstattunterricht: Praktische Anleitung von der Vorbereitung einer Werkstatt bis hin zur Dokumentation und Reflexion.
8. Mögliche Probleme im Werkstattunterricht: Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten und Lösungsstrategien bei der praktischen Umsetzung.
Werkstattunterricht, Offener Unterricht, Individualisierung, Selbstständigkeit, Kompetenzdelegation, Lernumgebung, Reformpädagogik, Schüleraktivierung, Differenzierung, Lernberatung, Schlüsselqualifikationen, Lernerfolgsfeststellung.
Der Werkstattunterricht ist eine Form offenen Unterrichts, bei der das selbstständige Lernen der Schüler in einer vorbereiteten Lernumgebung im Mittelpunkt steht, ähnlich dem Prinzip einer handwerklichen Werkstatt.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Offenen Unterrichts, die spezifische Methode des Werkstattunterrichts, die erforderlichen Rahmenbedingungen für die Lehrkraft und die Klasse sowie Formen der Kontrolle und Problembewältigung.
Ziel ist es, die didaktische Fundierung des Werkstattunterrichts darzulegen, um eine methodische Basis für die eigene spätere Unterrichtspraxis in der Primarstufe zu schaffen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und das Konzept des Werkstattunterrichts mit den Anforderungen an modernen Grundschulunterricht verknüpft.
Der Hauptteil erörtert die notwendigen Rahmenbedingungen wie die Rolle der Lehrkraft, die Gestaltung der Lernumgebung, die Qualität der Arbeitsmaterialien und die Bedeutung der Zeitstrukturierung für den Lernerfolg.
Wichtige Begriffe sind insbesondere die Aufgaben- und Kompetenzdelegation, Selbstkontrolle, Öffnung von Unterricht, Schlüsselqualifikationen und die Rolle der Lehrkraft als Lernberaterin.
Hierbei werden Schülern als „Chefs“ für bestimmte Werkstattbereiche Aufgaben und Verantwortungen übertragen, die sonst klassischerweise von der Lehrkraft wahrgenommen werden.
Die Autorin stellt im achten Kapitel spezifische Probleme dar (z.B. Überforderung oder Motivationsmangel) und bietet dazu konkrete, praxisnahe Lösungsansätze wie die Anpassung von Schwierigkeitsgraden oder tutorielle Unterstützung an.
Der Austausch zwischen Lehrkräften entlastet den Einzelnen, ermöglicht die gemeinsame Entwicklung vielfältigerer Lernangebote und stärkt das professionelle Handeln bei der Einführung offener Unterrichtsformen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

