Examensarbeit, 2006
84 Seiten, Note: 1,0
1. Lernstandserhebungen in der Schulanfangsphase der Berliner Schule
2. Theoretische und didaktische Grundlagen der phonologischen Bewusstheit
2.1 Phonologische Bewusstheit - Begriffsklärung
2.2 Phonologische Bewusstheit - Rahmenlehrplanbezug
2.3 Der Einfluss der phonologischen Bewusstheit auf die Lese-Rechtschreibkompetenz
2.4 Zur Bedeutung der phonologischen Bewusstheit bei Schulanfängern
3. Überprüfung der phonologischen Bewusstheit bei Schulanfängern
3.1 Zum geplanten Vorgehen
3.2 Durchführung der Lernstandserhebungen
3.2.1 Überprüfung grundlegender Kompetenzen sowie LauBe - Verhalten während der Überprüfung und Ergebnisse
3.2.2 Gruppentests PB-LRS - Verhalten während der Überprüfung und Ergebnisse
3.3 Interpretation der Ergebnisse
4. Beschreibung der temporären Lerngruppe hinsichtlich phonologischer Kompetenzen und Ableitung individueller Förderziele
5. Entwicklung unterrichtsrelevanter Fördermaßnahmen zur Verbesserung der phonologischen Bewusstheit
5.1 Vorüberlegungen und Legitimierung
5.2 Darstellung der Förderprogramme und Begründung für deren Verwendung
5.3 Organisatorisch-methodische Rahmenbedingungen der Förderung
5.3.1 Vorfachlicher Unterricht und „Wochenplanarbeit von Anfang an“
5.3.2 Temporäre Lerngruppen
6. Darstellung von Planung, Durchführung und Analyse der Förderung
6.1 Aufbau der Diagnostik und Fördereinheit
6.2 Darstellung einer Förderstunde zur Silbensegmentierung am 17.10.2006
6.2.1 Zielsetzung
6.2.2 Didaktisch-methodische Überlegungen
6.2.3 Verlaufsplanung
6.2.4 Darstellung und Analyse
6.3 Darstellung einer Förderstunde zur Anlautanalyse am 10.11.2006
6.3.1 Zielsetzung
6.3.2 Didaktisch-methodische Überlegungen
6.3.3 Verlaufsplanung
6.3.4 Darstellung und Analyse
7. Erneute Überprüfung der phonologischen Bewusstheit nach Abschluss der temporären Förderung
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Umsetzung von Lernstandserhebungen zur phonologischen Bewusstheit in der Berliner Schulanfangsphase (SAPH). Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine präventive und systematische Diagnose individuelle Förderbedarfe identifiziert und durch gezielte, in den Unterricht integrierte Maßnahmen – insbesondere in temporären Lerngruppen – effektiv unterstützt werden können, um so den Schriftspracherwerb bei heterogenen Lerngruppen abzusichern.
2.1 Phonologische Bewusstheit - Begriffsklärung
Phonologische Bewusstheit beschreibt die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit von der Bedeutung der Sprache abzuwenden und auf den formalen, lautlichen Aspekt zu lenken. Sie ist folglich die Kompetenz, sprachliche Einheiten wie Wörter, Silben und Phoneme identifizieren und differenzieren zu können.
Die phonologische Bewusstheit ist eine der drei Teilbereiche der »phonologischen Informationsverarbeitung«. Darunter versteht man »… allgemein die Nutzung von Information über die Lautstruktur bei der Auseinandersetzung mit gesprochener bzw. geschriebener Sprache«. Die folgende Tabelle veranschaulicht die drei Teilbereiche der phonologischen Informationsverarbeitung:
Lernstandserhebungen in der Schulanfangsphase der Berliner Schule: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit der Individualisierung von Lernprozessen in der heterogenen Schulanfangsphase und begründet die Bedeutung präventiver Lernstandserhebungen.
Theoretische und didaktische Grundlagen der phonologischen Bewusstheit: Hier werden der Begriff der phonologischen Bewusstheit geklärt, ihr Einfluss auf die Lese-Rechtschreibkompetenz theoretisch fundiert und ihr Bezug zum Berliner Rahmenlehrplan hergestellt.
Überprüfung der phonologischen Bewusstheit bei Schulanfängern: Dieses Kapitel beschreibt das praktische Vorgehen bei der Diagnose mittels verschiedener Testinstrumente, die Durchführung der Überprüfungen und die anschließende Interpretation der Ergebnisse.
Beschreibung der temporären Lerngruppe hinsichtlich phonologischer Kompetenzen und Ableitung individueller Förderziele: Hier werden die Ergebnisse der Diagnostik genutzt, um die für eine Förderung in einer temporären Lerngruppe ausgewählten Schüler zu beschreiben und individuelle Förderziele abzuleiten.
Entwicklung unterrichtsrelevanter Fördermaßnahmen zur Verbesserung der phonologischen Bewusstheit: Dieses Kapitel stellt die Auswahl und Legitimierung der Förderprogramme dar und beschreibt deren organisatorische Einbettung in den Schulalltag sowie in die temporären Lerngruppen.
Darstellung von Planung, Durchführung und Analyse der Förderung: Hier werden exemplarisch zwei konkrete Förderstunden zur Silbensegmentierung und zur Anlautanalyse detailliert geplant, dargestellt und analysiert.
Erneute Überprüfung der phonologischen Bewusstheit nach Abschluss der temporären Förderung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Re-Testung und evaluiert den erzielten Lernzuwachs sowie den Erfolg der Fördermaßnahmen.
Phonologische Bewusstheit, Schulanfangsphase, Lernstandserhebung, Schriftspracherwerb, Lese-Rechtschreibkompetenz, temporäre Lerngruppen, Fördermaßnahmen, Anlautanalyse, Silbensegmentierung, Prävention, Diagnostik, Berliner Schulgesetz, Differenzierung, Heterogenität, Sprachförderung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der phonologischen Bewusstheit als Vorläuferfähigkeit für den Schriftspracherwerb bei Schulanfängern und der praktischen Umsetzung diagnostischer sowie förderpädagogischer Maßnahmen im Rahmen der Berliner Schulanfangsphase.
Zentrale Themen sind die diagnostische Erfassung basaler und sprachlicher Kompetenzen, die theoretische Fundierung der phonologischen Bewusstheit, die Konzeption differenzierter Förderprogramme sowie deren praktische Anwendung in Unterricht und temporären Lerngruppen.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Lernstandserhebungen zur frühen Identifikation von Förderbedarfen beitragen und wie sich darauf aufbauende, spezifische Fördermaßnahmen erfolgreich in die Schulanfangsphase integrieren lassen, um Leseschwierigkeiten präventiv zu begegnen.
Die Autorin/der Autor nutzt eine Kombination aus systematischer Beobachtung, standardisierten Testverfahren (wie dem Gruppentest PB-LRS und LauBe) sowie einer qualitativen Analyse der praktischen Förderplanung und Durchführung im Rahmen eines Modellversuchs.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Begriffsbestimmung, die detaillierte Darstellung des Diagnoseprozesses, die Beschreibung der ausgewählten Förderprogramme sowie eine praxisnahe Fallstudie zweier Förderstunden und deren anschließende kritische Analyse.
Die wichtigsten Schlagworte sind phonologische Bewusstheit, Schulanfangsphase, Lernstandserhebung, Differenzierung, präventive Förderung, Schriftspracherwerb und sonderpädagogische Unterstützung.
Die Arbeit nutzt die Heterogenität als Chance für differenzierten Unterricht und setzt auf eine Kombination aus binnendifferenzierter Wochenplanarbeit im Klassenverband und zielgerichteter Förderung in kleinen, temporären Lerngruppen.
Die Rahmengeschichte um „Hexe Lisbet“ dient als didaktischer roter Faden, der die Lerninhalte in einen motivierenden, spielerischen Kontext einbettet und somit die intrinsische Lernfreude und Identifikation der Kinder mit den Übungssituationen fördert.
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