Examensarbeit, 2007
86 Seiten, Note: 2,5
1. Gesellschaft im Wandel
1.1. Historische Retrospektive
1.1.1. Die Nachkriegsjahre bis 1960
1.1.2. Gesellschaft in Westdeutschland zwischen 1960 und 1980
1.1.3. Gesellschaftlicher Wandel: 1980 bis zur Gegenwart
1.2. Zusammenfassung
2. Kinder und Jugendliche in ihrer gegenwärtigen Lebenswelt
2.1. Mangelerziehung von Kindern und Jugendlichen
2.2. Wertewandel vs. Werteverfall
2.2.1. Wertbewusstsein vs. Wertvolles Handeln
2.2.2. Werte und Medien
3. Medialer Einfluss auf Kinder und Jugendliche
3.1. Fernseher
3.1.1. Beispiele positiver Auswirkungen von Fernsehkonsum
3.1.2. Beispiele negativer Auswirkungen von Fernsehkonsum
3.2. Computer (offline)
3.2.1. Positive Nutzungsmöglichkeiten
3.2.2. Negative Auswirkungen
3.3. Internet
3.3.1. Nutzungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche
3.3.2. Das Internet und seine negativen Auswirkungen
3.4. Handy
3.5. Zusammenfassung: Katharsis vs. Stimulans
4. Schule in der Gegenwart
4.1. Eine Bestandsaufnahme
4.2. Neue Methoden des Unterrichts
5. Medienerziehung in der Schule
5.1. Aufgaben schulischer Medienerziehung
5.2. Konzepte zum kritischen Umgang mit Medien
5.2.1. Medienpädagogisch orientierte Konzeption (G. Tulodziecki)
5.2.2. Integrative Medienerziehung in der Hauptschule (D. Spanhel)
5.3. Beispiele der Schul- und Unterrichtspraxis
5.3.1. Außerunterrichtliche Arbeitsmöglichkeiten am Computer
5.3.2. Unterrichtsprojekt zur Medienerziehung (Klasse 9)
6. Resümee/Ausblick
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten 50 Jahre und deren Auswirkungen auf die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Das primäre Ziel besteht darin, den soziokulturellen Wandel zu analysieren und aufzuzeigen, wie mediale Einflüsse – insbesondere durch Fernsehen, Computer, Internet und Handy – den Schulalltag verändern und welche pädagogischen Konzepte notwendig sind, um mediale Kompetenzen zu fördern.
Die Nachkriegsjahre bis 1960
Beginnend mit der Nachkriegszeit fanden sich die heutigen Ur-Großeltern und Großeltern in einer schwierigen bis aussichtslosen Situation wieder. Tausende Städte und Dörfer waren zerstört, die Infrastruktur war nahezu nicht mehr vorhanden und die Industrie und deren Produktion waren beinahe vollständig zum Erliegen gekommen. Familien waren durch den Krieg auseinander gerissen worden. Zumeist waren es die Väter, die entweder in Gefangenschaft saßen oder gefallen waren. So mussten die Frauen die Rolle der Männer mit übernehmen. Man lebte mit den Verwandten und anderen Familien auf engstem Raum in teils schwer beschädigten Wohnungen. Es gab kaum Arbeit und an allen Ecken und Enden fehlte es an lebensnotwendigen Gütern, wie Lebensmitteln und Medikamenten.
Die Kinder und Jugendlichen waren von den Folgen des Krieges traumatisiert. Teilweise verwaist und ohne Hoffnung auf Besserung lebten sie unter widrigsten Umständen in den Städten und Dörfern. Unter der Bevölkerung allgemein herrschten Verzweiflung und Desorientierung. Ähnliches schreibt auch Elisabeth Höhn: „Hunger, Not, Elend, Trümmer, hamstern, Schwarzmarkt, Kriminalität, tiefste Hoffnungslosigkeit kennzeichneten den Alltag. Die Menschen lebten unter uns heute kaum vorstellbaren Bedingungen, Jugendliche nicht anders als Erwachsene. Jeder war sich selbst der Nächste. Solidarität, soziales oder politisches Engagement standen weder bei Erwachsenen noch bei Jugendlichen hoch im Kurs. Das Ende des Dritten Reiches und die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht hatten viele verunsichert und ihnen die Orientierung erschwert. Die den Jugendlichen zugeschriebenen Gefühle waren auch in der Gesamtbevölkerung vorhanden. Sie stellten ein Lebensgefühl der Nachkriegszeit dar und bedingten ein ausgeprägtes Sicherheitsstreben in den fünfziger Jahren.“ (HÖHN 2003, S. 114)
1. Gesellschaft im Wandel: Das Kapitel bietet eine historische Retrospektive der gesellschaftlichen Entwicklung von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart und analysiert den soziokulturellen Wandel.
2. Kinder und Jugendliche in ihrer gegenwärtigen Lebenswelt: Hier wird die aktuelle Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf Probleme wie Mangelerziehung und Wertewandel.
3. Medialer Einfluss auf Kinder und Jugendliche: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen verschiedener Leitmedien wie Fernsehen, Computer, Internet und Handy auf das Verhalten und die psychische Entwicklung junger Menschen.
4. Schule in der Gegenwart: Es wird eine Bestandsaufnahme der heutigen Schulsituation vorgenommen und der Bedarf an neuen, prozessorientierten Unterrichtsmethoden zur Kompensation medialer Reize diskutiert.
5. Medienerziehung in der Schule: Das Kapitel erläutert Aufgaben und konkrete Konzepte zur Integration der Medienerziehung im Schulalltag sowie praxisorientierte Beispiele.
6. Resümee/Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer adäquaten moralischen Erziehung sowie einer aktiven Auseinandersetzung von Schule und Elternhaus mit der medialen Realität.
Medienerziehung, Medienkompetenz, Gesellschaftlicher Wandel, Schulpädagogik, Jugendkultur, Wertebewusstsein, Fernsehkonsum, Computernutzung, Internetgefahren, Sozialisation, Medienpädagogik, Erziehungsnotstand, Gewaltprävention, Projektunterricht, Medienintegration.
Die Arbeit analysiert, wie sich die Gesellschaft in den letzten 50 Jahren verändert hat und welche Konsequenzen dieser Wandel, insbesondere durch den massiven Medieneinfluss, für die Lebenswelt und Erziehung von Kindern und Jugendlichen hat.
Die zentralen Themen umfassen den gesellschaftlichen Wertewandel, den Einfluss verschiedener Leitmedien (Fernsehen, Internet, PC, Handy), die Problematik von Erziehungsdefiziten sowie die Rolle der Schule bei der Vermittlung von Medienkompetenz.
Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen soziokulturellem Wandel, Medienkonsum und kindlichem Verhalten zu verstehen und aufzuzeigen, wie ein kritischer, pädagogisch begleiteter Umgang mit Medien im schulischen Kontext gefördert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien (z.B. JIM- und KIM-Studien, Shell Jugendstudie, Polizeiliche Kriminalstatistik) und der Reflexion eines selbst durchgeführten Schulprojekts.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Lebenswelt von Kindern, eine Untersuchung der Wirkungsweisen spezifischer Medien und die Vorstellung von Konzepten für eine integrative Medienerziehung in der Schule.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Medienerziehung, Medienkompetenz, Erziehungsnotstand, Sozialisation sowie der kritische Umgang mit digitalen Medien und audiovisuellen Inhalten.
Die Autorin betont, dass die Familie als Erziehungsinstanz oft überfordert ist und Medien in problematischen familiären Strukturen einen größeren, oft negativen Einfluss haben, weshalb eine Kooperation zwischen Elternhaus und Schule essenziell ist.
Die Schule wird als notwendiger Ort betrachtet, um mediale Kompetenzen systematisch aufzubauen, wobei der Unterricht so gestaltet werden sollte, dass er kritische Reflexion ermöglicht und Schüler bei der Verarbeitung von Medieneinflüssen unterstützt.
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