Examensarbeit, 2007
114 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Französisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Frühes Fremdsprachenlernen: Französisch versus Englisch
2.1 Ist Französisch eine schwere Sprache?
2.2 Warum ist Englisch die dominierende Eingangssprache an deutschen Grundschulen?
2.3 Was spricht für den Frühbeginn Französisch in der Grundschule?
2.4 Welche Möglichkeiten gibt es, das Interesse an der französischen Sprache zu wecken und den Frühbeginn Französisch stärker zu etablieren?
3. Storytelling als Unterrichtsmethode im frühen Fremdsprachenunterricht
3.1 Warum ist es wichtig mit Geschichten im frühen Fremdsprachenunterricht zu arbeiten?
3.2 Welche Geschichten sollten für den frühen Fremdspracheunterricht ausgewählt werden?
3.3 „Le dîner fantôme“ als Beispiel für den Französischunterricht
3.3.1 Warum ist das Buch geeignet für den Frühbeginn Französisch?
3.3.2 Praktische Beispiele wie der Lehrer das Buch in die Klasse einbringen kann
3.4 Die besonderen Vorteile von Storytelling im frühen Fremdsprachunterricht Französisch
4. Die Begegnung mit Liedern und Reimen im frühen Fremdsprachenunterricht
4.1 Warum sind Lieder und Reime für den Frühbeginn einer Fremdsprache wichtig?
4.2 Beispiele für den Französischunterricht
4.2.1 Lieder und Reime die Sprachspiele beinhalten
4.2.2 Lieder und Reime die die Aussprache und die Sprachbewusstheit der Kinder schulen
4.2.3 Themenbezogene Lieder und Reime die inhaltlich die Kultur Frankreichs widerspiegeln
4.3 Wie kann der Horizont der Kinder durch Lieder und Reime im frühen Fremdsprachenunterricht Französisch erweitert werden?
5. Interkulturelles Lernen im frühen Fremdsprachunterricht
5.1 Warum ist interkulturelles Lernen wichtig?
5.2 Welche Möglichkeiten gibt es, Kindern kulturelle Bewusstheit zu vermitteln?
5.3 Beispiele für den Französischunterricht
5.3.1 Esskultur in Frankreich: A table!
5.3.2 Fest- und Feiertage in Frankreich: La France en fête!
5.4 Warum ist es wichtig, gerade die kulturellen Unterschiede zu Frankreich zu kennen?
6. Reflektion und Fazit
Diese wissenschaftliche Hausarbeit erörtert die Vorteile eines früh beginnenden Französischunterrichts an deutschen Grundschulen im Vergleich zum dominierenden Englischunterricht und demonstriert praxisorientierte Methoden zur Vermittlung.
3.3.1 Warum ist das Buch geeignet für den Frühbeginn Französisch?
„Le dîner fantôme“ ist für den Französischunterricht in der Grundschule besonders geeignet. Untersucht man dieses Buch auf die in 3.2 genannten Auswahlkriterien, stellt man schnell fest, dass man mit dieser Geschichte ideal im frühen Französischunterricht arbeiten kann.
Auf der einen Seite ist die Handlung fiktiv, denn es gibt erstens keine Geister und zweitens keine Speisen, die das Äußere einer Person verändern. Auf der anderen Seite jedoch basiert die Handlung auf etwas aus der Wirklichkeit, etwas, das die Kinder aus ihrem eigenen Leben kennen: Jemand lädt seine Freunde zum Essen ein. Die Vermischung von „Wirklichkeit und Nicht-Wirklichkeit“ ist für Kinder sehr reizvoll (Muller 2004, 205).
Zudem ist die Geschichte lustig. Die Vorstellung, dass sich das Aussehen nach dem Verzehr von Lebensmitteln verändert, ist natürlich besonders für Kinder amüsant und komisch. Die Illustrationen zu den Textpassagen sind sehr anschaulich gestaltet und verdeutlichen die Situation, in der sich die Geister befinden, erst richtig. Die Bilder sind sehr klar und leicht zu verstehen. Durch einfache Zeichnungen, die den Text zusätzlich erklären, ist es für Kinder leicht, den Inhalt zu verstehen bzw. ihn zu erschließen.
Die Geschichte zieht die Kinder gleich zu Beginn in ihren Bann. Auf der ersten Seite wird mit einem einfachen Satz erklärt, dass das Gespenst Henri seine Freunde zum Dinner in sein Schloss eingeladen hat (siehe Anhang, S. 65). Bereits auf der dritten Seite können die Schüler sehen, dass etwas „Geisterhaftes“ passiert: Henri schwebt durch die Wand (siehe Anhang, S. 67). Das weckt die Neugier auf das Buch und auf weitere spannende Handlungssituationen. „Le dîner fantôme“ bietet einige „Überraschungsmomente, unerwartete Ereignisse, Kurioses und Lustiges“, sowie „Absurdes und Fantastisches“ (vgl. S. 19).
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und der Relevanz des Französischunterrichts im Vergleich zum Englischunterricht in der Grundschule.
2. Frühes Fremdsprachenlernen: Französisch versus Englisch: Analyse der Vorurteile gegenüber der Schwierigkeit des Französischen und der Dominanz des Englischen im deutschen Schulsystem.
3. Storytelling als Unterrichtsmethode im frühen Fremdsprachenunterricht: Darstellung der didaktischen Vorteile von Geschichten und konkrete Anwendung am Beispiel des Buches „Le dîner fantôme“.
4. Die Begegnung mit Liedern und Reimen im frühen Fremdsprachenunterricht: Untersuchung der Bedeutung musikalischer und rhythmischer Elemente für den Spracherwerb und die Ausspracheschulung.
5. Interkulturelles Lernen im frühen Fremdsprachunterricht: Erörterung der Notwendigkeit kultureller Bildung und Praxisbeispiele zur Esskultur sowie zu Fest- und Feiertagen.
6. Reflektion und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Arbeit und Plädoyer für eine stärkere Etablierung des Französischen als erste Fremdsprache.
Französisch, Englisch, Grundschule, Fremdsprachenunterricht, Frühbeginn, Storytelling, Lieder, Reime, Interkulturelles Lernen, Sprachbewusstheit, Handlungsorientierung, Ganzheitliches Lernen, Aussprache, Frankreich, Esskultur
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Vorteile, Französisch bereits in der Grundschule als erste Fremdsprache einzuführen und dabei das Interesse der Kinder nachhaltig zu fördern.
Die zentralen Felder umfassen den Vergleich von Französisch und Englisch, die Methode des Storytellings, die Nutzung von Liedern und Reimen sowie die Vermittlung interkultureller Kompetenzen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ein früh beginnender Französischunterricht den Horizont der Kinder erweitert und durch geeignete Methoden (z. B. Storytelling, Lieder) motivierend gestaltet werden kann.
Die Arbeit empfiehlt handlungsorientierte und ganzheitliche Lehrmethoden, die die Lernfreude steigern und den Schülern einen spielerischen Zugang zur Sprache und Kultur ermöglichen.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der praktischen Anwendung von Lehrmaterialien und Methoden, insbesondere der Einbettung authentischer Literatur und Kultur in den Unterricht.
Wichtige Begriffe sind Sprachbewusstheit (language awareness), handlungsorientierter Unterricht, interkulturelles Lernen und die pädagogische Bedeutung von Authentizität.
Es dient als exemplarisches Medium, weil es durch seine fiktiven, aber in Alltagskontexten verwurzelten Inhalte Kinder anspricht und vielfältige Möglichkeiten für den Wortschatzaufbau sowie die kulturelle Einordnung bietet.
Dies geschieht durch die Thematisierung von Alltagsroutinen wie Mahlzeiten oder durch die Einführung spezifisch französischer Fest- und Feiertage wie Weihnachten oder den 14. Juli.
Die Autorin betont, dass der Erfolg eines effektiven Frühbeginns Französisch zwingend von fachdidaktisch geschulten Lehrkräften abhängt, weshalb der Ausbau entsprechender Fortbildungsangebote essenziell ist.
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