Examensarbeit, 2008
117 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Modelle der Unterrichtsplanung
2.1 Die „Didaktische Analyse“
A) Bildungstheoretischer Hintergrund
B) Didaktischer Hintergrund
C) Funktion der Didaktischen Analyse
2.2 Das „Perspektivenschema“
A)Das „Perspektivenschema“
I) Kurzform nach Klafki
II) Strukturhilfen zum Verständnis und Umgang
a) Didaktische Felder und ihr Zusammenhang
b) Didaktische Aufgaben
c) Didaktische Hilfen
d) Umgang mit dem „Perspektivenschema“
B) Didaktischer Hintergrund
2.3 Das „Berliner Modell“
A) Die Planung
B) Funktion der Planung
C) Didaktischer Hintergrund
I) „Offene“ versus „geschlossene“ Theorie
II) „Lernbegriff“ versus „Bildungsbegriff“
III)„These von der Interdependenz“ versus „These vom Primat der Inhalte“
2.4 Das „Hamburger Modell“
A)Grundstruktur und Aufgaben der Unterrichtsplanung
I) Die „Perspektivplanung“
II) Die „Umrißplanung“
III) Die „Prozeßplanung“
B) Prinzipien der Planung
C) Didaktischer Hintergrund
2.5 „PLANA“
A) Grundlagen
B) Problemstellung
C) Bedingungen eine Problemlösung
D) Theoretische Konzeption von „PLANA“
E) Das Verfahren „PLANA“
F) Konkrete Realisierung der Aufgabenklassen
G) Konstruktionskriterien für Aneignungsaufgaben
H) Konstruktionskriterien für Überprüfungsaufgaben
3. Didaktische Funktionen der Unterrichtsplanung
3.1 Sequenzierung von Lernzielen
A) Kognitive Lernzieltaxonomie
B) Affektive Lernzieltaxonomie
C) Psychomotorische Lernzieltaxonomie
D) Sozioemotionale Lernzieltaxonomie
E) Kommunikative Lernzieltaxonomie
F) „Fachliche“ und „allgemeine“ Lernziele
G) „Instrumentelle“ und „potenziell-emanzipatorische“ Lernziele
H) „Heuristische Matrix zur Bestimmung von Richtzielen“
3.2 Strukturierung von Lerninhalten
A) Grundraster inhaltlicher-thematischer Entscheidungen
B) Elementare Inhalte
C) Exemplarische Inhalte
3.3 Auswahl von Lehrmethoden
A) Die „Stufentheorie“
B) Das „Psychologisch-orientiertes Artikulationsschema“
C) Die „vier psychologischen Elemente“
3.4 Strukturierung der Unterrichtssituationen
A) „Traditioneller Fachunterricht “
B) „Gesamtunterricht“
C) „Fächerübergreifender Unterricht“
D) „Problemorientierter Unterricht“
E) „Projektunterricht“
3.5 Medienwahl
A) Kategorien
B) Unterrichtsmedien
C) Funktionen von Unterrichtsmedien
D) Der Text als Lernmedium
E) Das Bild als Lernmedium
F) Film/Fernsehen/Video als Lernmedien
G) Computer als Lernmedium
4. Planungsmodelle
4.1 „Verlaufsplanung“
A) Bildungstheoretische Didaktik
B) Lerntheoretische Didaktik
C) Lernzielorientierte Didaktik
4.2 „Phasenplanung“
A) Funktion der Phasenplanung
B) Modelle der Phasenplanung
I) Das „Phasenrezept“
II) „Psychologisch-orienierte Phasenfolge“
4.3 „Lernzielorientierte Planung“
A) Der Planungsvorgang
I) Bestimmung und Legitimierung von Lernzielen
II) Elementarisierung von Lernzielen
III) Ordnung von Lernzielen
IV) Operationalisierung von Lernzielen
V) Entscheidungen über zielförderliche Maßnahmen
B) Didaktische Funktion der Planung
I) Zielorientiertes Handeln
II) Zweckorientiertes Handeln
III) Kontrollierbares Handeln
IV) Schülerorientiertes Handeln
C) Didaktischer Hintergrund
I) Lerntheoretische Didaktik
II) Curriculumtheorie
III) Behaviorismus
IV) Theorie der Programmierten
5. Schluss
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, angehenden Lehrkräften methodische Kompetenzen für die strukturierte und theoriegeleitete Unterrichtsplanung zu vermitteln, um den Übergang von der theoretischen universitären Ausbildung in die berufliche Praxis zu erleichtern.
A) Bildungstheoretischer Hintergrund
Klafkis Planungsmodell ist an eine konkrete Bildungstheorie und deren Zielgedanken gebunden, welche besagt, dass Bildung die „zentrierende Kategorie zur Klärung didaktischer Vorgänge und zur Entscheidung über didaktisches Handeln“ sei. Infolgedessen ist die Didaktische Analyse an die Bedingungen der „Theorie der kategorialen Bildung“ (Klafki, 1963) gebunden. Diese basiert auf der „Metapher der Begegnung“, welche besagt, dass Bildung durch die Begegnung eines Menschen mit der kulturellen Realität zustande kommen. Hier unterscheidet Klafki materiale und formale Bildungstheorien. Die materialen Bildungstheorien orientieren sich an der Objektseite, die Formalen an der Subjektseite des Bildungsvorgangs. Materiale Bildungstheorien gehen davon aus, dass sich der Lernende das ihm angebotene Wissen aneignet und das Ergebnis von Bildung umfassendes Wissen ist. Formale Bildungstheorien hingegen besagen, dass derjenige gebildet ist, der das Lernen gelernt hat und die Methoden beherrscht. Gebildet ist man somit, wenn man die in einem schlummernden Kräfte tatsächlich entfaltet hat.
Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts wurden diese beiden Theorien, laut Klafki, getrennt voneinander gesehen. Dies hatte zur Folge, dass Bildung nicht mehr als einheitlicher Prozess angesehen wurde, da die materialen Theorien die Auswahl des Inhalts nur nach gegenständlich-stofflichen Kriterien vornehmen, die formalen Bildungstheorien hingegen die Inhalte anhand ihrer Bedeutung für die Schulung der Kräfte der Lernenden auswählen.
Gemäß Klafki sind sich alle wichtigen Bildungstheorien seit Pestalozzi einig, dass Bildung ein einheitlicher Prozess ist und dass Bildung immer materiale und formale Bildung beinhaltet. Hierfür nutzt Klafki den Begriff der „kategorialen Bildung“.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer soliden Unterrichtsplanung für Berufsanfänger und setzt das Thema in den Kontext pädagogischer Anforderungen.
2. Theoretische Modelle der Unterrichtsplanung: Dieses Kapitel stellt verschiedene didaktische Konzepte wie Klafkis „Didaktische Analyse“ und „Perspektivenschema“, das „Berliner Modell“ sowie das „Hamburger Modell“ und „PLANA“ vor.
3. Didaktische Funktionen der Unterrichtsplanung: Hier werden zentrale Planungselemente wie Lernzielsequenzierung, Inhaltsstrukturierung, Methodenwahl und Medienwahl tiefgehend theoretisch analysiert.
4. Planungsmodelle: Der Abschnitt diskutiert konkrete Formen der Verlaufsplanung, Phasenplanung und lernzielorientierten Planung unter Anwendung der zuvor vorgestellten didaktischen Ansätze.
5. Schluss: Das Fazit fasst die Bedeutung rational begründbarer Planung zusammen und reflektiert kritisch über die Anwendbarkeit der vorgestellten Konzepte in der komplexen Schulpraxis.
Unterrichtsplanung, Didaktische Analyse, Berliner Modell, Hamburger Modell, PLANA, Lernzieltaxonomie, Bildungstheorie, Emanzipation, Unterrichtsmethoden, Medienwahl, kategoriale Bildung, Lehr-Lern-Prozess, curriculare Didaktik, Verlaufsplanung, Fachunterricht.
Die Arbeit analysiert die theoretischen Fundamente und methodischen Schwerpunkte verschiedener Unterrichtsplanungsmodelle, um deren Relevanz für eine professionelle und reflektierte Lehrertätigkeit aufzuzeigen.
Zentrale Themen sind die didaktische Analyse, verschiedene Phasenplanungen, die Sequenzierung von Lernzielen, die Strukturierung von Lerninhalten, die Auswahl von Lehrmethoden sowie der Medieneinsatz.
Das Ziel ist es, angehenden Lehrern ein Instrumentarium zur Verfügung zu stellen, mit dem sie ihren Unterricht rational begründen, strukturiert planen und hinsichtlich der Lernziele überprüfen können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf fachdidaktischer Literatur und einschlägigen bildungstheoretischen Ansätzen (u.a. Klafki, Heimann, Schulz) basiert und diese vergleichend gegenüberstellt.
Der Hauptteil erörtert detailliert didaktische Modelle, Lernzieltaxonomien (kognitiv, affektiv, psychomotorisch, etc.) und strukturelle Aspekte wie die Medienwahl und den Vergleich verschiedener Planungsmodelle.
Unterrichtsplanung, Didaktische Analyse, Berliner Modell, Hamburger Modell, PLANA, kategoriale Bildung und Emanzipation sind die zentralen Begriffe.
Das Berliner Modell ist primär als Entscheidungsmodell zur Analyse von Unterricht konzipiert, während das Hamburger Modell als emanzipatorisches Handlungsmodell stärker auf die Einbeziehung aller Beteiligten und langfristige Zielsetzungen ausgerichtet ist.
Das PLANA-Modell bietet einen systematischen Ansatz zur Lehrstoffanalyse und adressiert das Problem der „parallelen Kontentvalidität“, indem es eine präzise Abstimmung zwischen Aneignungs- und Überprüfungsphasen verlangt.
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