Examensarbeit, 2018
60 Seiten, Note: 1,00
VORWORT
A THEORETISCHE VORÜBERLEGUNGEN
1. Begriffsklärungen
1.1 Das Selbstkonzept im Allgemeinen
1.2 Das akademische Selbstkonzept
1.3 Das nicht-akademische Selbstkonzept
1.3.1 Das soziale Selbstkonzept
1.3.2 Das emotionale Selbstkonzept
1.3.3 Das physische/körperliche Selbstkonzept
2. Entwicklung des Selbstkonzepts
2.1 Entwicklung abhängig vom Alter der Kinder
2.2 Entwicklung ausgehend von gewonnenen Informationen
2.2.1 Fremdbeurteilung
2.2.2 Soziale Vergleiche
2.2.3 Selbstbeobachtung
2.2.4 Sinnessysteme
2.3 Bedingungen für Entstehung eines positiven Selbstkonzepts
2.3.1 Allgemeine Bedingungen
2.3.2 Einfluss des Lehrers auf das Selbstkonzept
3. Auswirkungen des Selbstkonzepts
3.1 Die ‘‘sich selbst erfüllende Prophezeiung‘‘
3.2 Erlernte Hilflosigkeit
4. Erfassung des Selbstkonzepts
B PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG
1. Die Erhebungsverfahren und daraus gewonnene Erkenntnisse
1.1 Fragebogen zur Erfassung emotionaler und sozialer Schulerfahrungen von Grundschulkindern erster und zweiter Klassen (FEESS 1-2)
1.1.1 Aufbau
1.1.2 Durchführung in der Klasse 1a
1.1.3 Ergebnisse
1.2 Informeller Fragebogen
1.2.1 Inhalt
1.2.2 Ergebnisse
2. Didaktisch methodische Vorüberlegungen
2.1 Amtlicher Lehrplan
2.2 Aufbau der Unterrichtssequenz
2.3 Ziele
2.4 Auswahl der Ganzschrift
3. Ablauf
3.1 Einführungsstunde
3.2 Lesen des Buchs in verteilten Rollen
3.3 Gestaltung des Ich-Buchs
3.3.1 Äußere Merkmale – Körperkonzept
3.3.2 Stärken und Schwächen – Fähigkeitsselbstkonzept
3.3.4 Teil einer Gemeinschaft - Soziales Selbstkonzept
3.4 Abschlussgottesdienst
C REFLEXION UND SCHLUSSBEMERKUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Förderung ausgewählter Elemente des Selbstkonzepts von Kindern in der ersten Klasse. Ziel ist es, durch den Einsatz des Bilderbuchs "Das kleine Ich bin ich" sowie begleitender unterrichtlicher Maßnahmen eine positive Identitätsentwicklung anzustoßen, das Selbstbewusstsein der Schüler zu stärken und eine inklusive Klassengemeinschaft zu fördern.
1.2 Das akademische Selbstkonzept
Das akademische Selbstkonzept beinhaltet verschiedene Fähigkeitsselbstkonzepte einzelner Schulfächer. Im in Abbildung 2 gezeigten überarbeiteten Modell von MARSH U. SHAVELSON (1985) wird das akademische Selbstkonzept in ein mathematisch-akademisches und ein verbal-akademisches Selbstkonzept aufgeteilt, die laut Untersuchungen kaum miteinander korrelieren. Fächer wie Biologie, Geschichte und Geografie sind sowohl dem verbal-akademischen als auch dem mathematisch-akademischen Selbstkonzept zugeordnet, wohingegen Mathematik und Physik nur dem mathematischen und Fremdsprachen sowie Deutsch nur dem verbalen untergeordnet sind.
Es wird angenommen, dass schulischer Erfolg den Selbstwert einer Person steigert, wohingegen Misserfolg ihn verringern kann. Wer Erfolge allerdings auf externe Ursachen oder Zufall zurückführt und Misserfolge durch eigene Schwächen erklärt, der weist trotz Erfolge ein eher negatives akademisches Selbstkonzept auf.
Schüler neigen dazu, sich und die Selbstwahrnehmung ihrer akademischen Fähigkeiten mit der Klasse, dem externen Referenzrahmen, zu vergleichen. Die Folge ist, dass durchschnittlich Begabte beim Vergleich mit fähigeren Mitschülern ein geringeres akademisches Selbstkonzept zeigen, wohingegen sie beim Vergleich mit Schwächeren ein höheres akademisches Selbstkonzept aufweisen. Daneben gibt es auch den internen Vergleich. Dieser meint zum einen den Vergleich der verschiedenen Fähigkeitsgebiete einer einzigen Person. Wenn ein Schüler beispielsweise in allen Fächern deutlich unter dem Klassendurchschnitt liegt, im mathematischen Bereich aber immer noch besser abschneidet als im sprachlichen Bereich, so lässt sich im externen Referenzrahmen ein niedriges akademisches Selbstkonzept erwarten.
1. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert das Selbstkonzept sowie dessen Unterkategorien, wie das akademische, soziale, emotionale und physische Selbstkonzept, und ordnet sie in ein hierarchisches Modell ein.
2. Entwicklung des Selbstkonzepts: Hier wird erläutert, wie sich das Selbstkonzept abhängig vom Alter, durch soziale Vergleiche und Fremdbeurteilungen entwickelt und welche Bedingungen eine positive Entstehung begünstigen.
3. Auswirkungen des Selbstkonzepts: Dieses Kapitel beleuchtet psychologische Phänomene wie die "sich selbst erfüllende Prophezeiung" und die "erlernte Hilflosigkeit" als Konsequenzen eines negativen Selbstkonzepts.
4. Erfassung des Selbstkonzepts: Hier wird dargelegt, dass das Selbstkonzept aufgrund seiner Komplexität nur indirekt durch Beobachtung und Befragung erschlossen werden kann.
1. Die Erhebungsverfahren und daraus gewonnene Erkenntnisse: Dieses Kapitel stellt die diagnostischen Methoden, insbesondere den FEESS 1-2 Fragebogen, vor und analysiert die Ausgangssituation der Schüler.
2. Didaktisch methodische Vorüberlegungen: Hier werden die unterrichtlichen Ziele, der Lehrplanbezug sowie die pädagogische Begründung für die Auswahl der Ganzschrift "Das kleine Ich bin ich" erläutert.
3. Ablauf: Dieses Kapitel beschreibt konkret die Durchführung der Unterrichtseinheiten, vom Einstieg über die Rollenarbeit bis zur Gestaltung des Ich-Buchs.
Selbstkonzept, Grundschule, Identitätsentwicklung, Fähigkeitsselbstkonzept, Soziales Selbstkonzept, Körperkonzept, FEESS 1-2, Ganzschrift, Das kleine Ich bin ich, Klassengemeinschaft, Reflexion, Selbstbewusstsein, pädagogische Diagnostik, Inklusion, Schulfähigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung von Elementen des Selbstkonzepts bei Kindern einer ersten Grundschulklasse durch eine gezielte Unterrichtssequenz.
Die Schwerpunkte liegen auf dem akademischen, sozialen und körperlichen Selbstkonzept sowie der Stärkung der Klassengemeinschaft.
Das Ziel ist es, Kindern zu helfen, ihre eigene Person besser kennenzulernen, sich anzunehmen und ein positiveres Selbstbild zu entwickeln, um ihr schulisches und soziales Handeln zu stärken.
Es wurde unter anderem der standardisierte Test FEESS 1-2 eingesetzt, ergänzt durch einen informellen Fragebogen zur Erfassung des Körperkonzepts und der sozialen Integration.
Der Hauptteil beschreibt die Planung und Durchführung einer Unterrichtssequenz, die auf dem Bilderbuch "Das kleine Ich bin ich" basiert, einschließlich der Gestaltung eines individuellen "Ich-Buchs".
Zentrale Begriffe sind Selbstkonzept, Grundschule, Identitätsentwicklung, Klassengemeinschaft und pädagogische Diagnostik.
Das Ich-Buch dient als langfristiges Dokumentations- und Erinnerungsmittel, in dem die Kinder ihre Entwicklung, ihre Stärken und die positiven Rückmeldungen ihrer Mitschüler festhalten.
Die Ganzschrift wurde gewählt, da sie das Thema Identität und Einzigartigkeit kindgerecht aufbereitet und durch ihre Struktur und Bebilderung besonders für Erstleser gut geeignet ist.
Da die soziale Integration im FEESS-Test auffällige Ergebnisse lieferte, wurden gezielt Kooperations- und Kommunikationsspiele eingesetzt, um den Zusammenhalt und die gegenseitige Akzeptanz in der Klasse zu stärken.
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