Examensarbeit, 2006
136 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 BEGRIFFSKLÄRUNGEN
1.1.1 Zum Begriff Erste Hilfe
1.1.2 Ersthelfer
1.1.3 Unterlassene Hilfeleistungen
2 ALLGEMEINE RELEVANZ ZUR ERSTEN HILFE
2.1 UNFALLHÄUFIGKEITEN UND -SCHWERPUNKTE
2.1.1 Schule
2.1.2 Freizeit
2.1.3 Verkehr
2.2 UNFALLURSACHEN UND GRÜNDE IHRER ENTSTEHUNG
2.2.1 Soziale Bedingungen
2.2.2 Psychomotorische Gründe
2.3 PRÄVENTIONSPROJEKTE
3 RELEVANZ DER ERSTEN HILFE FÜR DEN SCHULISCHEN BEREICH
3.1 GRUNDSCHULE ALS BILDUNGSTRÄGER
3.1.1 Bildungsauftrag Sachunterricht
3.1.2 Sozial- und kulturwissenschaftlicher Bezug
3.1.3 Beitrag der Ersten Hilfe zur Kompetenzförderung
3.2 RECHTLICHE VORGABEN
3.2.1 Gesetzeslage
3.2.2 Auflagen für Schulleitung und Lehrkräfte
3.3 CURRICULARE VORGABEN
3.4 KONZEPTE UND HILFEN ZUR ERSTEN HILFE IM UNTERRICHT
4 KENNTNISSE UND UMSETZUNG DER ERSTEN HILFE IM SCHULALLTAG
4.1 UNTERSUCHUNGSFRAGE
4.2 METHODE
4.3 ERGEBNISSE
4.3.1 Persönliche Betroffenheit
4.3.2 Didaktik
4.3.3 Inhalt
4.3.4 Methodik
4.3.5 Konzepte
4.5.6 Organisatorisches
4.4 KONVERSATIONSANALYSE UND INHALTLICHE BEWERTUNG
4.5 SCHLUSSFOLGERUNGEN
5 ZUSAMMENFASSUNG MIT AUSBLICK UND EMPFEHLUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz des Themas „Erste Hilfe“ für den Grundschulunterricht. Ziel ist es zu prüfen, inwieweit das Thema im Sachunterricht der Grundschule verankert ist, wie Lehrer dessen Bedeutung beurteilen und ob eine systematische Vermittlung sowie eine entsprechende Kompetenzförderung bei Grundschulkindern stattfinden.
1.1.1 Zum Begriff Erste Hilfe
Erste Hilfe ist als Begriff nicht explizit geschützt und kann unterschiedlich definiert werden, wie nachfolgende Beispiele belegen mögen:
Der Brockhaus (1997) definiert Erste Hilfe wie folgt: sofortige, vorläufige Hilfeleistung angesichts offenbarer Gefahr für Gesundheit oder Leben eines anderen Menschen bis zum Eingreifen fachl. Hilfe. § 323 c StGB bedroht jeden mit Strafe, der eine erforderl., ihm zumutbare Hilfeleistung unterlassen hat. Die Ausbildung der e. H. setzt Sachkenntnis voraus, die vom medizin. Laien durch Kurse des Dt. Roten Kreuzes, der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Malteser-Hilfsdienstes und des Arbeiter-Samariter-Bundes erworben werden kann. (…) Beim Notruf sind fünf Angaben zu berücksichtigen: Wo ist etwas geschehen, was ist geschehen, wie viele Menschen sind betroffen, welche Zustände erfordern Arztbehandlung an Ort und Stelle, wer erstattet Meldung? (…) Grundsätzlich schließt die e. H. durch Laien alle der Behandlung durch Rettungssanitäter und Notarzt vorbehaltenden Maßnahmen aus, da sie bei unsachgemäßer Ausführung zusätzl. Schädigungen bewirken können.
Das Lexikon „Zeit Aspekte“ (2005) schreibt weiterhin: sofortige, vorläufige Hilfeleistungen angesichts offenbarer Gefahr für Gesundheit oder Leben eines anderen Menschen, bis ein Arzt die weitere medizinische Versorgung übernimmt. (…) Der Ablauf der e.H. gliedert sich in Sofortmaßnahmen wie die Entfernung eines Verunglückten aus dem Gefahrenbereich, Benachrichtigung des Rettungsdienstes über das [sic!] telefon. Notruf (in Dtl. 110) oder Notrufsäulen, Versorgung des Betroffenen durch unmittelbare Hilfeleistung, v.a. Lagerung sowie Überwachung und Abwehr lebensbedrohl. Zustände durch Atemspende, Herzmassage, Blutstillung, Notverbände, Schockbekämpfung, u.a., bis zum Abtransport durch Rettungsfahrzeuge.
1 EINLEITUNG: Die Autorin begründet das Thema Erste Hilfe aus der pädagogischen Verantwortung der Schule und stellt ihre Leitfrage zur Relevanz und Umsetzung in der Grundschule vor.
2 ALLGEMEINE RELEVANZ ZUR ERSTEN HILFE: Dieses Kapitel analysiert statistische Daten zu Unfällen im Kindesalter und beleuchtet soziale sowie psychomotorische Ursachen, um die Bedeutung von Prävention zu verdeutlichen.
3 RELEVANZ DER ERSTEN HILFE FÜR DEN SCHULISCHEN BEREICH: Es wird untersucht, wie Erste Hilfe in den Bildungsauftrag und die curricularen Vorgaben der Grundschule passt und welche Rolle sie bei der Kompetenzförderung spielt.
4 KENNTNISSE UND UMSETZUNG DER ERSTEN HILFE IM SCHULALLTAG: Der empirische Teil analysiert anhand von Lehrerinterviews das vorhandene Wissen, die Einstellungen und die unterrichtliche Praxis zur Ersten Hilfe.
5 ZUSAMMENFASSUNG MIT AUSBLICK UND EMPFEHLUNG: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt und Empfehlungen für eine konsequentere Implementierung des Themas in den Schulalltag ausgesprochen.
Erste Hilfe, Grundschule, Sachunterricht, Unfallprävention, Ersthelfer, Kompetenzförderung, Bildungsauftrag, Kindersicherheit, pädagogische Verantwortung, Lehrerbefragung, Notfallpädagogik, Sicherheitserziehung, Sozialkompetenz.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Ersten Hilfe für Grundschulkinder und analysiert, inwieweit das Thema in den schulischen Kontext der Grundschule integriert ist.
Die Schwerpunkte liegen auf Unfallprävention, der Verankerung in curricularen Vorgaben sowie der empirischen Erfassung des Wissensstands und der Einstellungen von Lehrkräften.
Die zentrale Frage lautet: Wird in der Grundschule Erste Hilfe als eigenständiges Thema im Sachunterricht vermittelt und wird deren Bedeutung von den Lehrern erkannt und beurteilt?
Die Autorin wendet eine qualitative Forschungsmethode an, basierend auf leitfadengestützten Interviews mit fünf Lehrkräften an Grundschulen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Relevanzanalyse (Unfallstatistiken, Rechtliches) und eine empirische Auswertung der Interviews zu Kenntnissen und Umsetzung im Schulalltag.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Erste Hilfe, Grundschule, Sachunterricht, Unfallprävention und Lehrerbefragung definieren.
Viele der befragten Lehrer äußerten Bedenken hinsichtlich einer möglichen Überforderung der Kinder oder fühlten sich selbst in der Materie zu unsicher, um eine dedizierte Unterrichtsreihe zu planen.
Alle interviewten Lehrkräfte begrüßen die Unterstützung durch Experten (wie z. B. DRK oder Johanniter), da diese als fachlich kompetente Partner die Hemmschwelle für die Lehrkräfte senken können.
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