Examensarbeit, 2006
126 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. LERNEN: NEUE THEORIEN ERFORDERN NEUE METHODEN
3. DAS LERNEN AN STATIONEN
3.1 BEDEUTUNG DES BEGRIFFS LERNEN AN STATIONEN
3.2 URSPRUNG UND ENTWICKLUNG DES LERNENS AN STATIONEN
3.3 GRÜNDE FÜR DAS LERNEN AN STATIONEN
3.4 ÄUßERE UND INNERE ORGANISATION DES LERNENS AN STATIONEN
3.5 DIE ROLLE DER LEHRKRAFT BEIM LERNEN AN STATIONEN
3.6 PROBLEME BEIM LERNEN AN STATIONEN
4. KONZEPTION DER UNTERRICHTSEINHEIT „SINNE“
4.1 ORGANISATORISCHE VORAUSSETZUNGEN
4.2 SITUATION DER LERNGRUPPE
4.3 SACHANALYSE
4.4 DIDAKTISCHE ANALYSE DER UNTERRICHTSEINHEIT
4.5 LERN- UND ERZIEHUNGSZIELE
4.6 METHODISCHE ANALYSE DER UNTERRICHTSEINHEIT
5. PLANUNG, DURCHFÜHRUNG UND REFLEXION
5.1 DER STATIONSBLOCK „SEHEN“
5.1.1 DIDAKTISCH-METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN
5.1.2 DIE KOGNITIVEN LERNZIELE DES STATIONSBLOCKS „SEHEN“
5.1.3 DURCHFÜHRUNG UND REFLEXION DER 3. STUNDE
5.1.4 DURCHFÜHRUNG UND REFLEXION DER 4. STUNDE
5.2 AUSWERTUNG UND REFLEXION
5.2.1 DIDAKTISCH-METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN
5.2.2 DURCHFÜHRUNG UND REFLEXION
5.3 DER STATIONSBLOCK „OHR“
5.3.1 DIDAKTISCH-METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN DER 6. UND 7. STUNDE
5.3.2 DIE KOGNITIVEN LERNZIELE DES STATIONSBLOCKS „HÖREN“
5.3.3 DURCHFÜHRUNG UND REFLEXION DER 6. UND 7. STUNDE
5.4 AUSWERTUNG UND REFLEXION (8. STUNDE)
5.5 DER STATIONSBLOCK „GESCHMACK UND GERUCH“
5.5.1 DIDAKTISCH-METHODISCHER KOMMENTAR DER 9. UND 10. STUNDE
5.5.2 DIE KOGNITIVEN LERNZIELE DES STATIONSBLOCKS „GESCHMACK UND GERUCH“
5.5.3 DURCHFÜHRUNG UND REFLEXION DER 12. UND 13. STUNDE
6. GESAMTREFLEXION
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Unterrichtsmethode des „Lernens an Stationen“ geeignet ist, die Motivation und Selbstständigkeit von Schülern einer 8. Realschulklasse im Biologieunterricht beim Thema „Sinnesorgane“ zu fördern.
3.1 Bedeutung des Begriffs Lernen an Stationen
Das Lernen an Stationen ist eine Form des offenen Unterrichts. Synonym werden zahlreiche weitere Begriffe verwendet, von denen nur einige erwähnt werden können. Hierzu zählen Lernzirkel, Lernstraße, Lernmosaik, Unterrichtszirkel und Lernparcours. Ich habe mich für den Begriff „Lernen an Stationen“ entschieden, da dieser die Methode sehr passend beschreibt und einige der synonym gebrauchten Begriffe zu fehlleitenden Assoziationen führen können. Im Laufe dieses Kapitels komme ich noch einmal auf diesen Punkt zurück. Ursprünglich aus dem Primarbereich stammend, erlangt das Lernen an Stationen wachsende Bedeutung auch im Sekundarbereich. Die Grundidee dieser Methode besteht in der Untergliederung eines zu behandelnden Themas in Teilgebiete. Diese stehen dann bei diesem handlungs- und schülerorientiertem Lernen an Stationen, im Gegensatz zum lehrerzentrierten Unterricht, in dem die Inhalte in einem geordneten Nacheinander erarbeitet werden, den Schülern von Beginn an in ihrer Gesamtheit zur Verfügung. Die Lernenden wählen an den verschiedenen Stationen selbständig und grundsätzlich in beliebiger Reihenfolge die Themengebiete aus, die sie bearbeiten möchten. Auch steht ihnen in der Regel die Wahl der Sozialform frei. Hierauf begründen sich einige unterschiedliche Begriffsverwendungen. So verwendet KRIEGER z. B. den Begriff „Lernzirkel“ für ein Lernen an Stationen bei dem die Reihenfolge vorgeschrieben ist, da die Themen aufeinander aufbauen. Für die andere Variante wird von ihm hingegen der Begriff „Lernmosaik“ gebraucht.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die daraus resultierende Notwendigkeit für den Biologieunterricht, offene Unterrichtsmethoden wie das Lernen an Stationen zu implementieren, um Motivation und Schlüsselqualifikationen zu fördern.
2. LERNEN: NEUE THEORIEN ERFORDERN NEUE METHODEN: Dieses Kapitel erläutert lerntheoretische Grundlagen, vom Behaviorismus bis hin zum Konstruktivismus, um die Notwendigkeit moderner, aktivierender Unterrichtsmethoden zu legitimieren.
3. DAS LERNEN AN STATIONEN: Hier werden Definition, Ursprung, Gründe sowie die praktische Organisation und die Rolle der Lehrkraft beim Lernen an Stationen detailliert theoretisch aufgearbeitet.
4. KONZEPTION DER UNTERRICHTSEINHEIT „SINNE“: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Planung der Unterrichtseinheit, einschließlich organisatorischer Voraussetzungen, Sachanalyse und Lernzielen für die Lerngruppe der 8. Klasse.
5. PLANUNG, DURCHFÜHRUNG UND REFLEXION: Ein umfassender Praxisteil, der die vier Stationsblöcke („Sehen“, „Ohr“, „Geschmack und Geruch“) mitsamt der jeweils zugehörigen didaktischen Reflexion und Ergebnissicherung dokumentiert.
6. GESAMTREFLEXION: Das abschließende Kapitel evaluiert den gesamten Prozess der Unterrichtseinheit und zieht Bilanz hinsichtlich des erreichten Ziels, die Schüler zu motivierterem und selbstständigerem Lernen zu führen.
Lernen an Stationen, Biologieunterricht, offener Unterricht, Motivation, Selbstständigkeit, Sinnesorgane, handlungsorientiert, Binnendifferenzierung, Lehrerrolle, Konstruktivismus, Gruppenarbeit, Expertensystem, Lernprozess, Schülermotivation, Interessenverfall.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung, Durchführung und Reflexion von Lernstationen zum Thema „Sinne“ im Biologieunterricht einer 8. Realschulklasse.
Im Zentrum stehen die Planung und Umsetzung offenen Unterrichts sowie die Förderung von Schüleraktivität, Selbstständigkeit und sozialer Kompetenz.
Die zentrale Forschungsfrage ist, ob es mithilfe des „Lernens an Stationen“ möglich ist, Schüler einer 8. Realschulklasse zu selbstständigem und motiviertem Lernen anzuleiten.
Der Autor führt eine praxisorientierte Untersuchung durch, bei der er die Methode in einer konkreten Unterrichtseinheit anwendet, dokumentiert, durch Fragebögen evaluiert und auf Basis der theoretischen Literatur reflektiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Methode des Lernens an Stationen und einen umfangreichen Praxisteil, in dem die einzelnen Unterrichtsblöcke zu den Sinnesorganen (Auge, Ohr, Geruch/Geschmack) geplant und durchgeführt werden.
Wichtige Begriffe sind Lernen an Stationen, offener Unterricht, Biologieunterricht, Motivation, Selbstständigkeit, handlungsorientiertes Lernen und Binnendifferenzierung.
Das Thema eignet sich besonders gut, da es eine hohe Alltagsrelevanz („human touch“) besitzt und Schülern einen forschenden Zugang durch viele Experimente ermöglicht, was der intrinsischen Motivation dient.
Der Autor setzte auf freie Sozialformen wie Gruppenarbeit, musste jedoch feststellen, dass die Methode allein kein Garant für die Integration von Außenseitern ist, wenn diese selbst keine Anstrengung zur Integration zeigen.
Das Expertensystem diente dazu, die Selbstständigkeit der Schüler zu fördern, indem Experten bei Fragen unterstützten, was den Lehrer entlastete und den Schülern Sicherheit in der fachlichen Kommunikation gab.
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