Examensarbeit, 2007
81 Seiten, Note: gut
Einleitung
1. Was heißt Körpersprache?
2. Das Kommunikationsmodell
2.1 Die vier Seiten einer Botschaft aus Sicht des Senders
2.2 Die vier Seiten einer Botschaft aus Sicht des Empfängers
2.3 Beispiele zur nonverbalen Kommunikation
3. Die visuellen Signale der Körpersprache
3.1 Gestik
3.2 Mimik
3.3 Blick
3.4 Körperhaltung
3.5 Proxemik
4. Ebenen und Funktionen der Körpersprache
4.1 Kommunikationshygiene
4.2 Kongruenz – Inkongruenz
5. Körpersprachliches Ausdrucksverhalten der Schüler
5.1 Nebenengagement
5.2 Imagepflege
6. Nonverbales Kommunikationstraining in der Grundschule
6.1 Sensibilisierung
6.2 Übung
6.3 Reflexion
6.4 Anwendungsaufgaben
6.5 Fazit zum Trainingsmodul
Schlusswort
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Körpersprache in der Interaktion zwischen Lehrer und Schüler, mit dem Ziel, das Bewusstsein für nonverbale Signale zu schärfen und deren positiven Einsatz im Unterrichtsprozess zu fördern.
3.1 Gestik
Die Gestik sind Arm, Hand- und Fingerbewegungen die helfen, Wortäußerungen zu unterstreichen, Argumente zu betonen oder auch Aufmerksamkeit zu erlangen. Auch ohne Verbaläußerung besitzen Gesten eine eigenständige Mitteilungsfunktion (vgl. Püttjer 2004, S. 78).
Die Entwicklung der Gestik in der menschlichen Geschichte liegt weit zurück. Als sich der Mensch im Laufe der Jahrtausende zum Zweibeiner erhob, hatten die Hände zum Laufen ausgedient. Sie galten nunmehr als vielseitiges Werkzeug für die Jagd, um sich dabei per Handzeichen zu verständigen. Die nun freie Bewegung der Hände ermöglichten Deutungen, konnten Richtungen angeben oder Gefühle ausdrücken. Diese ersten Handbewegungen waren von großer Bedeutung, da sie den Ausgangspunkt, der von uns heute bekannten ausgeprägten Gestik, bildeten (vgl. Kresse 1999, S. 16). Gesten, die eine Verbaläußerung unterstützen, erfüllen einen doppelten Zweck. Sie begleiten und strukturieren das gesprochene Wort und können eine Interpretationshilfe geben. Der Zuhörer sollte den Sprecher ansehen, sonst entgehen ihm die Gesten und somit ein Teil der Botschaften verloren (vgl. Caswell 2003, S. 30 ff.).
Mitteilungen können dadurch falsch verstanden werden. Lebhafte Personen gebrauchen häufig Gesten, um ihren Worten einen Rhythmus zu verleihen. Die Gedanken werden dadurch besser veranschaulicht. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, Bilder, Bewegungen oder Objekte durch bildliche Gesten mehr Ausdruck zu verleihen. Darauf wird an späterer Stelle noch näher eingegangen.
1. Was heißt Körpersprache?: Definiert Körpersprache als nonverbale Kommunikationsform und hebt deren zentrale Bedeutung für zwischenmenschliche Wahrnehmungs- und Wechselwirkungsprozesse hervor.
2. Das Kommunikationsmodell: Analysiert das Vier-Ohren-Modell nach Schulz von Thun und dessen Anwendbarkeit sowie Grenzen auf nonverbale Interaktionsprozesse.
3. Die visuellen Signale der Körpersprache: Detaillierte Betrachtung spezifischer Signale wie Gestik, Mimik, Blick, Körperhaltung und Proxemik als wirkungsvolle Instrumente im Unterricht.
4. Ebenen und Funktionen der Körpersprache: Erläutert die Ebenen der Unterrichtskommunikation und stellt die Notwendigkeit von Kommunikationshygiene sowie Kongruenz zwischen verbalen und nonverbalen Botschaften dar.
5. Körpersprachliches Ausdrucksverhalten der Schüler: Untersucht Nebenengagements und Imagepflege als Strategien von Schülern im schulischen Interaktionskontext.
6. Nonverbales Kommunikationstraining in der Grundschule: Präsentiert ein praktisches Trainingsmodul mit Übungen zur Sensibilisierung und Förderung der Kommunikationskompetenz von Grundschülern.
Körpersprache, nonverbale Kommunikation, Lehrer-Schüler-Interaktion, Unterrichtskommunikation, Gestik, Mimik, Blickkontakt, Körperhaltung, Proxemik, Kommunikationshygiene, Kongruenz, Nebenengagement, Imagepflege, Kommunikationstraining, Grundschule
Die Arbeit thematisiert die entscheidende Rolle der Körpersprache innerhalb der Interaktion zwischen Lehrkräften und Schülern und zeigt deren Einfluss auf den Unterrichtsprozess.
Die Arbeit umfasst theoretische Kommunikationsmodelle, die detaillierte Analyse visueller Signale, die Ebenen der Unterrichtskommunikation sowie Strategien der Schüler zur Imagepflege.
Das primäre Ziel ist es, das Bewusstsein für die eigene Körpersprache zu stärken, um eine positive, störungsfreie und effiziente Kommunikation im Klassenzimmer zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse etablierter Kommunikationsmodelle und wird durch eigene Beobachtungsprotokolle aus dem Schulalltag ergänzt und validiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung nonverbaler Signale (Gestik, Mimik, Blick, Haltung, Raumverhalten) und die Anwendung dieser Erkenntnisse auf schulische Interaktionssituationen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Körpersprache, nonverbale Kommunikation, Lehrer-Schüler-Interaktion, Kommunikationshygiene und Unterrichtsmanagement charakterisieren.
Die Intimzone ist ein geschützter Bereich; ihr Eindringen durch den Lehrer kann bei Schülern als Bedrohung wahrgenommen werden, sofern kein Vertrauensverhältnis besteht.
Der Autor kritisiert die Spielhandlung, da der Begriff des "Tötens" von Mitschülern pädagogisch unangebracht für die Grundschule ist, obwohl die Intention der Schulung des Blickverhaltens gut ist.
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