Masterarbeit, 2020
172 Seiten, Note: 2,3
1. Lernen in der Grundschule
1.1. Bildungsauftrag der Grundschule
1.2. Der Begriff des Lernens
1.3. Einflussfaktoren auf das Lernen
1.3.1. Individuelle Voraussetzungen für den Lernerfolg
1.3.2. Externe Bedingungen für den Lernerfolg
1.3.3. Bedeutung für den Schulalltag
1.4. Lernen aus Sicht der Emotionsforschung
2. Wohlbefinden
2.1. Abgrenzungen bedeutender Begrifflichkeiten
2.2. Wohlbefinden in verschiedenen Forschungsdisziplinen
2.3. Konzepte des Wohlbefindens
2.3.1. Wohlbefinden als spezifische Gefühlsqualität
2.3.2. Wohlbefinden als eine Kombination emotionaler und kognitiver Faktoren
2.3.3. Wohlbefinden als ein Sammelbegriff für positive Emotionen
2.3.4. Zusammenfassung der verschiedenen Konzepte
2.4. Der Zusammenhang von Wohlbefinden und Leistung
3. Wohlbefinden in der Grundschule
3.1. Definition des schulischen Wohlbefindens
3.2. Wohlbefinden im Schulalltag
3.3. Wirkung des schulischen Wohlbefindens
3.4. Die Bedeutung des Wohlbefindens in der Grundschule
3.5. Zusammenfassung und Konsequenzen
4. Überblick über die Studie
5. Fragestellungen und Forschungshypothesen
5.1. Zentrale Fragestellungen der Arbeit
5.2. Vorüberlegungen zu möglichen Ergebnissen
6. Methodisches Vorgehen
6.1. Beschreibung der Stichprobe
6.2. Design und Methoden des Interviews
6.2.1. Form der Interviews
6.2.2. Durchführung der Interviews
7. Auswertung der Daten
7.1. Auswertungsstrategie
7.2. Auswertung der Fragestellungen
7.2.1. Fragestellung 1
7.2.2. Fragestellung 2
7.2.3. Fragestellung 3
7.3. Zusammenfassung der Ergebnisse
8. Diskussion
8.1. Diskussion der Forschungsergebnisse
8.1.1. Gelingensbedingungen des Lernens
8.1.2. Rolle des Wohlbefindens beim Lernen
8.1.3. Ort des Lernens
8.2. Diskussion des Forschungsdesigns
8.2.1. Forschungsmethode
8.2.2. Forschungsablauf
8.2.3. Stichprobe
9. Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
9.1. Knappe Zusammenfassung
9.2. Relevante Schlussfolgerungen für die Unterrichtspraxis
9.3. Ausblick und weiterführende Fragen
Diese Masterarbeit untersucht das subjektive Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern der Grundschule und dessen Einfluss auf den Lernerfolg. Basierend auf einer qualitativen Studie mit 22 Kindern der dritten Klasse wird erforscht, welche Faktoren aus Sicht der Kinder entscheidend für ein erfolgreiches Lernen sind und welche Rolle das Wohlbefinden in diesem Kontext einnimmt, insbesondere unter Berücksichtigung der durch die Corona-Pandemie veränderten Lernumgebungen (Heim- versus Präsenzunterricht).
Lernen aus Sicht der Emotionsforschung
In den letzten zehn Jahren ist ein Aufkommen der Thematisierung des Lernens in Verbindung mit Emotionen zu verzeichnen, das sich in einer wachsenden Zahl von Forschungsarbeiten und Theorien erkennen lässt.
In Abbildung 2 ist unter dem Begriff Lernergebnis die abhängige Variable beschrieben, die in der Schule unter anderem durch Noten bewertet wird. Neben qualitativen und quantitativen Kriterien des Wissenserwerbs können weitere Sachverhalte, wie z. B. die Veränderung der eigenen Einstellung gegenüber einem bestimmten Lerninhalt, als Lernergebnis interpretiert werden. Emotionen, die zu den internen (personenbezogenen) und externen Bedingungen zählen, die den Lernprozess beeinflussen, haben in diesem Schema den Status der unabhängigen Variablen. Es wird davon ausgegangen, dass diese beiden unabhängigen Variablen einen erheblichen Einfluss auf die Lernprozesse ausüben.
Wenn also davon ausgegangen wird, dass Emotionen und interne Faktoren beim Lernen eine bedeutsame Rolle spielen, ist es wesentlich, sich mit dem subjektiven Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler zu beschäftigen. Obgleich Wohlbefinden und Emotionen nicht als Synonyme zu verwenden sind, stellen Emotionen, vor allem positive, eine der zentralsten Komponenten des Wohlbefindens dar. Soll nun erforscht werden, welchen Einfluss das Wohlbefinden auf das schulische Lernen hat, muss sich ebenso mit dem Einfluss der Emotionen auf das Lernen auseinandergesetzt werden. Eine isolierte Betrachtung von Kognitionen und Emotionen würde wichtige Erkenntnisse der letzten Jahre ignorieren, da die Verwobenheit von kognitiven und emotionalen Prozessen in der Literatur zunehmend herausgehoben wird. Daraus schlussfolgert Hänze (2000), dass entsprechende Wechselwirkungen ebenfalls beim schulischen Lernen und Lehren eine Rolle spielen müssen und daher Beachtung erhalten sollten.
1. Lernen in der Grundschule: Dieses Kapitel definiert den Bildungsauftrag, den Lernbegriff sowie die verschiedenen individuellen und externen Einflussfaktoren, die den Lernerfolg in der Grundschule bestimmen.
2. Wohlbefinden: Hier werden theoretische Konzepte des Wohlbefindens aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen beleuchtet und in Bezug zum schulischen Kontext gesetzt.
3. Wohlbefinden in der Grundschule: Dieses Kapitel fokussiert speziell auf das schulische Wohlbefinden, diskutiert Definitionen und die Bedeutung sowie Funktionen dieses Konstrukts im Schulalltag.
4. Überblick über die Studie: Dieses Kapitel gibt Eckdaten zur durchgeführten Untersuchung, einschließlich Stichprobe, Zeitraum und Erhebungsmethode.
5. Fragestellungen und Forschungshypothesen: Hier werden die zentralen Forschungsfragen der Arbeit formuliert und basierend auf Literaturstudien entsprechende Hypothesen abgeleitet.
6. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die Auswahl der Stichprobe, das Interview-Design, die Form der Interviews sowie deren Durchführung.
7. Auswertung der Daten: Hier wird die angewandte Auswertungsstrategie erläutert und die Ergebnisse der drei Hauptfragestellungen werden zusammengefasst und kategorisiert.
8. Diskussion: Dieses Kapitel verknüpft die empirischen Befunde mit theoretischen Erkenntnissen und reflektiert kritisch das gewählte Forschungsdesign sowie die Ergebnisse.
9. Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Befunde zusammen, leitet Konsequenzen für die Unterrichtspraxis ab und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Wohlbefinden, Grundschule, schulisches Lernen, Emotionsforschung, Lernerfolg, Schülerperspektive, qualitative Studie, Lernbedingungen, soziale Beziehungen, Lehrperson, Unterrichtsqualität, Unterrichtsentwicklung, Kindheitsforschung, Lernumgebung, individuelle Lernvoraussetzungen.
Die Arbeit untersucht, was Schülerinnen und Schüler der Grundschule benötigen, um erfolgreich lernen zu können, und welche Rolle das schulische Wohlbefinden dabei spielt.
Die Schwerpunkte liegen auf den Lernvoraussetzungen, dem Konstrukt des Wohlbefindens, dessen Bedeutung für den Schulalltag sowie der Verzahnung von kognitiven Lernprozessen und emotionalen Befindlichkeiten.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Spielt das Wohlbefinden eine Rolle für das erfolgreiche Lernen der Schülerinnen und Schüler der Grundschule?
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, bei dem 22 Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse in teilstandardisierten Einzelinterviews befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, der Lern- und Wohlbefindenskonzepte analysiert, sowie einen empirischen Teil, der die Untersuchung plant, auswertet und die Ergebnisse kritisch diskutiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Wohlbefinden, schulisches Lernen, Lernbedingungen, Schülerperspektive und Unterrichtsqualität.
Aufgrund der COVID-19-Pandemie mussten die Schülerinnen und Schüler kurzzeitig von Zuhause lernen. Dies bot die Gelegenheit, die Lernbedingungen im Vergleich zwischen Schule und häuslicher Umgebung zu evaluieren.
Die Kinder messen der Lehrperson eine zentrale Bedeutung bei, insbesondere als kompetente Unterstützungsperson, die Lerninhalte verständlich erklären kann, was sie deutlich von elterlicher Hilfe abgrenzen.
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