Examensarbeit, 2020
78 Seiten, Note: 15
1 Einleitung
2 Literaturüberblick
2.1 Transitionsbegriff
2.2 IFP-Transitionsmodell
2.2.1 Entstehung
2.2.2 Grundlage
2.2.3 Nutzen
2.3 Forschungsstand
2.3.1 BiKS Studie
2.3.2 Bildungshäuser 3-10
2.3.3 Das TransKiGs Projekt
2.3.4 Frühes Lernen – Kita und Grundschule kooperieren
2.3.5 Qualifizierte Schulvorbereitung
2.3.6 Projekt zu den Qualifikationswegen
3 Kultusministerium
3.1 Bildungsstandards
3.2 Bildungs- und Erziehungsplan
3.3 Lehrplan
3.4 Rechtliche Grundlage
4 Forschungsinteresse
4.1 Methodischer Teil
4.1.1 Triangulation
4.1.2 Interview
4.2 Netzwerk
4.2.1 Onlinedokumente
4.2.2 Elternabend
4.2.3 Interview
4.3 Vergleich der drei Informationsquellen
5 Vergleich
5.1 Vergleich mit dem Literaturüberblick
5.2 Vergleich mit der bildungspolitischen Grundlage
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule unter dem Aspekt der gelingenden Gestaltung. Ziel ist es, den Transitionsprozess ganzheitlich zu betrachten und dabei sowohl die theoretischen Grundlagen als auch lokale Netzwerkprojekte in Gießen wissenschaftlich und bildungspolitisch zu beleuchten.
2.1 Transitionsbegriff
Der Wechsel von unterschiedlichen Ereignissen im Leben ist schon immer Teil der Menschheit. Umgangssprachlich werden die Begriffe Transition und Übergang oft als Synonyme genutzt. Jeder Mensch muss im Laufe seines Lebens mehrere Übergänge, also Entwicklungen und Werdensprozesse, absolvieren. Hierunter fallen beispielsweise der Übergang in eine Partnerschaft oder in das Berufsleben (vgl. W. Griebel & R. Niesel, 2004, S.35). Im Akademischen- und im Forschungsrahmen wird der Begriff der Transition, der aus dem Lateinischen abgeleitet wird, genutzt. Der Transitionsbegriff kommt jedoch nur zum Tragen, wenn ein Lebensereignis einen Übergang in der Biographie eines Individuums markiert.
Während dieses Prozesses der Bewältigung des Übergangs, muss der Wandel auf der individuellen, der interaktionalen und der kontextuellen Ebene erfolgen (vgl. W. Griebel & R. Niesel, 2004, S.35f.). Diese Ebenen werden im Laufe der Arbeit noch etwas detaillierter erläutert. Im Forschungskontext wird bei der Transition grundlegend sowohl zwischen normativer und nicht-normativer sowie horizontaler und vertikaler Transition unterschieden. Während sich normative und nicht-normative Übergänge in vorhersehbare und nicht vorhersehbare Begebenheiten unterscheiden, wie zum Beispiel der Zugang in die Schule oder in das Berufsleben auf der vorhersehbaren Seite und Krankheiten oder Scheidungen auf der unvorhersehbaren Seite, unterscheiden sich vertikale und horizontale Übergänge darin, dass bei vertikalen Übergängen der Wandel inmitten von Bildungsinstitutionen stattfindet, wie zum Beispiel der Transitionsvorgang vom Kindergarten in die Grundschule. Bei horizontalen Übergängen finden Wechsel im pädagogischen Alltagsrahmen der Kinder zwischen der Familie und den Bildungseinrichtungen statt, also beispielsweise die Betreuung am Nachmittag (vgl. G. Faust, 2013, S. 16; W. Beelmann, 2006, S. 50).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Transitionsprozesses von der Kita in die Grundschule ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach einer gelingenden Übergangsgestaltung.
2 Literaturüberblick: Dieses Kapitel definiert den Transitionsbegriff, stellt das IFP-Transitionsmodell vor und analysiert den aktuellen Forschungsstand anhand ausgewählter Studien und Modellprojekte.
3 Kultusministerium: Hier wird die bildungspolitische Perspektive auf Transitionen eingenommen und relevante Dokumente wie Bildungsstandards, Erziehungspläne und Lehrpläne untersucht.
4 Forschungsinteresse: Das Kapitel erläutert das methodische Vorgehen mittels Triangulation und stellt das lokale Netzwerk "Gelingender Übergang" in Gießen anhand von Onlinedokumenten, Elternabenden und Experteninterviews vor.
5 Vergleich: Die Arbeit vergleicht das Gießener Netzwerk mit dem allgemeinen Forschungsstand sowie mit der bildungspolitischen Grundlage, um die Umsetzung theoretischer Konzepte in die Praxis zu bewerten.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert, dass eine gelingende Transition durch frühzeitige Kooperation und eine ganzheitliche Betrachtung der kindlichen Entwicklung erreicht werden kann.
Transition, Übergang, Kindertagesstätte, Grundschule, Kooperation, Bildungs- und Erziehungsplan, Schulvorbereitung, Transitionsmodell, Elternarbeit, Schulfähigkeit, Netzwerkarbeit, Qualifizierte Schulvorbereitung, Bildungswesen, Frühpädagogik, Kompetenzentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule und analysiert, wie dieser Prozess ("Transition") für Kinder, Eltern und Fachkräfte erfolgreich gestaltet werden kann.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung des Transitionsbegriffs, bildungspolitische Rahmenbedingungen in Deutschland sowie die praktische Umsetzung von Kooperationsnetzwerken zwischen Kita und Schule.
Das Ziel ist ein Überblick über den Transitionsprozess und die Identifikation von Möglichkeiten, den Übergang durch Kooperation und abgestimmte Bildungskonzepte gelingend zu gestalten.
Die Autorin nutzt einen qualitativen Forschungsansatz. Konkret wird das Triangulationsverfahren eingesetzt, bei dem Dokumentenanalysen, Beobachtungen bei Elternabenden und Experteninterviews miteinander verknüpft werden.
Im Hauptteil werden theoretische Ansätze, nationale Forschungsprojekte, bildungspolitische Dokumente und eine detaillierte Fallstudie des Netzwerks "Gelingender Übergang" in Gießen dargestellt und diskutiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Transition, Kooperation, Bildungs- und Erziehungsplan, Schulvorbereitung, Netzwerkarbeit und Schulfähigkeit charakterisieren.
Das IFP-Transitionsmodell dient als theoretische Grundlage, um die fließenden Übergänge zwischen Bildungseinrichtungen zu verstehen und die notwendige Unterstützung für Familien zu begründen.
Kritisiert werden vor allem das begrenzte Zeitbudget für die Lehrkräfte, die teilweise lückenhafte Organisation in manchen Kitas sowie die Veraltung einiger Informationsmaterialien des Netzwerks.
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